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Leuchtende Symbolik

Dorsten Bilder sublimer Symbolik, die Fragen aufwerfen und gleichzeitig Antworten geben.

31.10.2007

"Malen bedeutet für mich, Gelebtes zu verarbeiten", sagt Susanne Heupel. Die Künstlerin stellt derzeit mehr als 30 ihrer großformatigen Werke in der Volksbank Dorsten aus: Künstlerische Dokumente dessen, wie die studierte Kunst-Designerin menschliche Empfindungen und Begegnungen sieht, Dokumente aber auch des Prozesses stetiger kreativer Weiterentwicklung. "Stillstand bedeutet Mittelmaß", lautet das Credo der Wulfenerin. So war es ihr ein Bedürfnis, die Tätigkeit als Creativ-Direktorin für Werbeagenturen aufzugeben. "Ich muss mich ausdrücken, muss Dinge weitergeben können." Die eigene Malschule, 2002 in Wulfen gegründet, die Arbeit als freischaffende Künstlerin, das ist es, was Susanne Heupel die Erfüllung bringt.

Acryl

Vorherrschende Techniken sind Acryl und Spachtelmasse, die vielschichtige Bilder-Landschaften ermöglichen: "Mit der transparenten Schichtung wird den Themen ein Leben mit Vergangenheit entgegen gesetzt." Ein Fachwerk als "Basic" in abstrakte Flächen und Formen integriert, ein Netz als Sinnbild für das Dasein an sich: Aufgefangen und verloren zu sein, liegt manchmal nur eine schmale Band-Breite auseinander. In den Bildern von Susanne Heupel, die mit dabei war, als die Zeche Fürst Leopold zur Extraschicht bespielt wurde, ist ein dominanter Schwerpunkt eigentlich nicht erkennbar und dennoch tauchen zwischenmenschliche Motive immer wieder auf: Das Sich-Stützen, das Sich-Fallenlassen, das Wechselspiel zwischen ernst und heiter, Freude und Melancholie. "Zirkus" heißt eines der gegenständlichen Exponate, ein Tryptichon, das nicht nur die Stimmungs-Pole der Clown-Protagonisten, sondern auch die Zerrissenheit des Publikums zwischen Traurigkeit und befreiendem Auflachen manifestiert.

Aufbau

Zwei Wochen lang sitzt Susanne Heupel durchschnittlich an einem Bild: "Ich habe den gesamten Aufbau schon vorher im Kopf." Dies ermögliche dem Betrachter, den Inhalt des künstlerischen Konstrukts ganzheitlich zu erschließen, schaffe aber dennoch Freiraum zur eigenen Interpretation. MK

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Volksbank voraussichtlich bis Ende November zu sehen.

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