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Lichtblick, wenn keiner hilft

Wulfen "Wenn Sie niemanden haben, der Ihnen hilft, sprechen Sie mit uns." Diese Einladung an alte und / oder bedürftige Menschen spricht das Projekt wohnortnahe Dienstleistungen Wulfen aus.

23.08.2007

Seit 2005 wird unter dem Logo WD Wulfen ein Service angeboten, der für Menschen, die sich keine andere Form der Hilfe leisten können, kostenlos ist. So können Einkäufe begleitet oder erledigt werden, Botengänge sind möglich, kleinere handwerkliche Aufgaben oder auch Hilfen beim Putzen und Kochen. Wichtig zudem: WD Wulfen informiert darüber, wer in welchem Fall Hilfeleistungen anbietet und wo und wie Anträge zur Förderung gestellt werden können.

Essen für ältere Dame

Das Projekt arbeitet unter anderem mit dem Bürgertreff Barkenberg zusammen. Dort hatte Sigrid Gläser Kontakt zu einer älteren Dame, die auf den Rollstuhl angewiesen ist. Da dieser nicht in den Aufzug passt, kann sie ihre Wohnung kaum verlassen. "Ich erfuhr, dass sie lediglich über das Telefon Kontakt aufnehmen kann", erzählt Sigrid Gläser. Sie wandte sich an WD, und nun erhält die alte Dame zweimal in der Woche Besuch, der ihr sogar das Mittagessen von der Dorstener Tafel mitbringt und ihr beim Essen Gesellschaft leistet.

"Die Dame musste ins Krankenhaus, aber ihre Katze war nicht versorgt, auch das haben wir erledigt", berichtet Dietmar Sandkühler. Er ist der "gute Geist" der WD und koordiniert die Dienstleistungen.

Das umfangreiche Serviceangebot hat zudem eine zweite gute Seite: Empfänger von Arbeitslosengeld II erhalten hier eine Chance zum Wiedereinstieg in den Beruf. 18 Menschen nehmen diese Möglichkeit derzeit wahr. "Ziel ist die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt", erläutert Jürgen Erhardt, Geschäftsführer der Dorstener Arbeit. Arbeitslose frischen ihre Erfahrungen auf oder vertiefen sie, erwerben neue Kenntnisse und machen sich somit fit für einen "echten" Job. In einem Zweier-Team besuchen sie im Zeitraum von einem halben Jahr ältere Menschen und übernehmen die Aufgaben, die erforderlich sind. "Wir haben bereits in verschiedene Bereiche wie Verkauf, Pflege oder als Fahrer vermittelt", freut sich Claudia Reuter von der Dorstener Arbeit über bisherige Erfolge. Und sie lädt Helfer wie Hilfsbedürftige ein, sich zu melden: "Kapazitäten sind noch vorhanden." se

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