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Löwenmut für Kinder zahlt sich aus

DORSTEN Eine überaus erfolgreiche Bilanz zogen am Freitag die Präsidenten der vier Dorstener Lions-Clubs: Die 15 500 Euro, die sie gemeinsam zum NRW-Programm "Kein Kind ohne Mahlzeit" beisteuern wollen, sind nahezu komplett.

von Von Michael Klein

, 07.03.2008
Löwenmut für Kinder zahlt sich aus

Die Präsidenten der vier Dorstener Lions-Clubs (v.l.): Gerd Klein-espel (Dorsten-Hanse), Elke Weber (Dorsten-Lippe), Johanna Häring (Dorsten-Wulfen) und Dirk Richter (Dorsten).

Das, was jetzt noch an der Gesamtsumme fehlt, dürfte locker beim Aktions-Finale im Juni eingespielt werden, wenn die Big Band Dorsten mit der prominenten Gastsängerin Greetje Kauffeld im Autohaus "van der Moolen" gastiert.

Das Geld, das rückwirkend für das Schuljahr 2007/2008 an die Träger ausgezahlt wird, wurde sowohl durch den persönlichen Einsatz der Lions-Mitglieder als auch durch die Unterstützung der Dorstener Bürger zusammengetragen. Die Vertreter der Lions-Clubs nannten am Freitag im Alten Rathaus als Beispiele das Benefiz-Konzert des Polizeicorps und den Adventskalender-Verkauf.

"Wir wollen dazu beitragen, dass Kinder aus bildungsfernen Schichten am gemeinsamen Mittagessen in der schulischen Übermittag-Betreuung teilnehmen können", sagte Johanna Häring, Präsidentin des Lions-Clubs Dorsten-Wulfen. Die Kinder würden dadurch gesund ernährt und in ihrem Sozialverhalten gefördert. Aber gerade die einkommensschwachen Familien hätten oft nicht das nötige Geld, um ihren Kindern das Ganztags-Angebot zu ermöglichen. "Allein für das Mittagessen müssten sie 50 Euro abzweigen."

Härtefall-Fonds

Da springt das Programm "Kein Kind ohne Mahlzeit" in die Bresche. Statt 2,50 Euro müssen Eltern mit geringem Einkommen jetzt nur noch ein Euro bezahlen, den Rest schießen das Land (ein Euro) sowie die Kommune (50 Cent) zu. Die Lions-Clubs erklärten sich bereit, die Hälfte des städtischen Anteils zu übernehmen, sprich 25 Cent. Mit dem, was darüber hinaus an Spendengeldern eingeht, ist ein Härtefall-Fonds eingerichtet worden.

Für 310 Kinder hat die Stadt Zuschüsse beantragt. Die Lionsclubs betonen, dass ihre Spendenbereitschaft einmalig für ein Schuljahr gilt: "Unterstützung durch Sponsoren kann keine Dauerlösung für die politisch gewollte Einrichtung von Offenen Ganztagssschulen sein."

Im nächsten Schuljahr schießt der Verein "Sag Ja zu Dorsten" die Hälfte zum städtischen Anteil zu.

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