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Luftbilder aus Dorstens vergangenen Tagen

DIA-Show

Es ist ein echter Schatz, der da im Dorstener Stadtarchiv schlummert – und nun teilweise erstmalig anlässlich des Dorstener Lichterfests im Alten Rathaus öffentlich präsentiert wird: Luftaufnahmen von Dorsten aus den späten 1950er-Jahren.

DORSTEN

von Von Michael Klein

, 03.11.2011
Luftbilder aus Dorstens vergangenen Tagen

Das Gemeindedreieck.

Die Bilder zeigen ein Dorsten, das es so schon lange nicht mehr gibt: Zum Beispiel das Gemeindedreieck, das damals seinen Namen noch verdiente, der alte Busbahnhof ist ebenfalls zu bewundern – und dort, wo bald das Lippetor-Zentrum abgerissen wird, stand früher eine Brennerei. Interessant ist auch das Foto mit der alten Marienschule, mit alten Lastkraftwagen auf einem Betriebshof, aber noch ohne die derzeitige Straße „An der Wienbecke“ Richtung Wulfen. Und am Essener Tor fahren zwar schon Autos, aber Ampeln waren noch nicht nötig. Vor 25 Jahren hatte Christa Setzer, die Leiterin des Dorstener Stadtarchivs, die Foto-Sammlung angekauft. „Damals hatte die Stadt noch das Geld dafür“, sagte sie. Unmengen an Geld wurde aber nicht ausgegeben: „Der Bilder-Satz mit den 79 Kontaktabzügen und Negativen war recht günstig für uns.“

Wer die Luftaufnahmen damals gemacht hat, weiß sie nicht: „Der Name des Fotografen liegt mir leider nicht vor.“ Angeboten wurde die Sammlung damals von der Warenhandelsgesellschaft VEKA mit Sitz in Linz, die in den Besitz von Luftaufnahmen aus verschiedenen deutschen Städten gelangt war. In Dorsten war der Fotograf vor allem auf Motivsuche nach Gewerbeobjekten und Verkehrswegen. Deswegen zeigen die Bilder vor allem Fabrikgebäude (Polsterei Engel, Drahtwerke, Maschinenfabrik), aber auch den Kanalhafen, damalige Straßenneubau-Projekte wie die Marler Straße und Eisenbahnlinien.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Luftbilder von Dorsten

Luftaufnahmen von Dorsten aus den 1950er-Jahren fanden sich im Stadtarchiv.
03.11.2011
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Freibad Dorsten© Foto: Stadtarchiv
Vorne: alte Marienschule.© Foto: Stadtarchiv
Brennerei Velten (heute Lippetor).© Foto: Stadtarchiv
Kanalhafen© Foto: Stadtarchiv
Marler Straße.© Foto: Stadtarchiv
Vielkauf an der Marler Straße.© Foto: Stadtarchiv
Dorf Holsterhausen.© Foto: Stadtarchiv
Wasserwerk am Kreskenhof.© Foto: Stadtarchiv
Holsterhausen, rund um die Bonifatiuskirche.© Foto: Stadtarchiv
Wasserwerk am Blauen See.© Foto: Stadtarchiv
Gemeindedreieck.© Foto: Stadtarchiv
Dekowe Schürholz (Teppichfabrik)© Foto: Stadtarchiv
Blick auf Alt-Wulfen.© Foto: Stadtarchiv
An der Halterner Straße/Lerchenweg.© Foto: Stadtarchiv
Situation am Essener Tor.© Foto: Stadtarchiv Dorsten
Eine Tennisanlage.© Foto: Stadtarchiv
Gebäude Dachpappenfabrik Dr. Kohl am Beerenkamp.© Foto: Stadtarchiv
Kirchhellener Allee, heutige Euroquarz-Verwaltung.© Foto: Stadtarchiv
Vorne der Ostwall, hinten der alte Busbahnhof.© Foto: Stadtarchiv
Tankstelle in Altendorf-Ulfkotte.© Foto: Stadtarchiv
Unbekanntes Haus.© Foto: Stadtarchiv
altes Dorstener Krankenhaus.© Foto: Stadtarchiv
Blick auf die Innenstadt.© Foto: Stadtarchiv
Schlagworte Dorsten

Auf der Suche nach Luftaufnahmen für ein Eisenbahn-Buchprojekt war Johannes Götte (Verein für Orts- und Heimatkunde) vor wenigen Jahren auf die Bildersammlung im Stadtarchiv aufmerksam geworden. Er bot daraufhin Christa Setzer an, die Negative gemeinsam mit dem Dorstener Fotografen Peter Körber zu digitalisieren.

Beim Lichterfest am Sonntag, 6. November, wird der Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten im Alten Rathaus Vorträge zu historischen Themen halten. Johannes Götte wird dabei auf einer Dia-Leinwand einen Teil der Luftbilder-Sammlung aus den 50er Jahren zeigen, aber auch Farb-Luftbilder aus späterer Zeit. Und natürlich Informationen zu den Motiven liefern.

Im Obergeschoss des Alten Rathauses präsentiert der Verein für Orts- und Heimatkunde am Sonntag (6.11.) von 14 bis 17 Uhr kurze Lichtbildervorträge (15 Minuten). Dr. Guido Heinzmann referiert um 14 Uhr über das mittelalterliche Dorsten, um 15 Uhr präsentiert Johannes Götte die Luftbilder. Um 16 Uhr informiert Rene Franken über den Gahlenschen Kohlenweg und um 17 Uhr gibt es von Axel Präckelt Eisenbahngeschichte: „Die letzten Dampfrösser rund um Dorsten“. Zwischendurch werden alte Postkarten-Motive gezeigt. Im Erdgeschoss wird der originalgetreue Nachbau (Maßstab 1:87) des Dorstener Bahnhofsgebäudes präsentiert. David Hoogvorst und Loek Bronkhorst realisierten das Modell nach Originalplänen.

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