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"Man ist aufmerksamer"

Kirchhellen "Ora et labora", zu deutsch "bete und arbeite", hieß es in den Herbstferien für 32 Jugendliche im Kloster.

04.10.2007

Unter dem Thema "Mit dem Hl. Franziskus auf dem Weg" lernten sie das Leben von Franz von Assisi, des Namenspatron des Bettelordens der Franziskaner kennen, und machten sich Gedanken dazu, was es heißt, arm und glücklich zu sein.

Durch verschiedene Geschichten bei ihrem Stationsgang zum Hagelkreuz wurde ihnen die Geschichte näher gebracht. Wie beispielsweise der Geschichte vom "Wolf von Gubbio", die aus der Dreigefährtenlegende entnommen ist. Dort, so heißt es, stellt sich Franziskus mutig vor einen Wolf, der zuvor Tiere gerissen hat, was den Menschen große Angst einjagte.

Franziskus soll dem Wolf eingeredet haben, dass er mit dem Töten der anderen göttlichen Geschöpfe aufhören soll. Dies nahmen die Jugendlichen zum Anlass, um über ihre eigenen Ängste und den Umgang damit nachzudenken. Sie formulierten ihre eigenen Gebete und Fürbitten, und stellten das Leben des Heiligen in Rollenspielen und Pantomime nach.

Auf zur Arbeit

Doch die Gebete waren nur ein Teil des Seminars. Zum "Labora" gingen die Jugendlichen in das drei Hektar große Gebiet rund um das Kloster. Gartenarbeit mit Unkraut zupfen und Hecken schneiden stand auf dem Programm. Zu Hause müssten sie nicht so viel helfen, meinten die Teilnehmer im Gespräch. Im Kloster sei das jedoch in Ordnung, schließlich sei die Fläche viel größer.

Es zählt der Glaube

Die Beweggründe, warum die Jugendlichen ihre Ferien betender und arbeitender Weise im Kloster verbringen, sind recht unterschiedlich. "Für mich zählt der Glaube", erklärte der 14-jährige Bastian aus Gladbeck. "Das hat für mich etwas Schützendes und Geborgenes." Ronja hingegen schätzt die Gemeinschaft, mit der sie bereits auf den vergangenen Seminaren Bekanntschaft gemacht hat. "Man lernt hier so viele Leute kennen, hat Spaß und es gibt lange Nächte", grinst die 16-Jährige. Außerdem, und darin sind sich die Jugendlichen alle einig, ist der Leiter des Seminars, Pater Jürgen Ziemann "voll korrekt".

Zum Abschluss der fünf Tage wurde am Donnerstagabend eine von allen gestaltete Messe gefeiert und es gab einen Talentwettbewerb, bei dem die Jugendlichen ihre Fähigkeiten, beispielsweise beim Modeln oder Becher stürzen, unter Beweis stellen konnten.

Und was nehmen die Teilnehmer aus diesem Seminar mit ins "normale" Leben? "Man ist sicher aufmerksamer, was die Probleme seiner Umwelt anbelangt, aber es wird keine absolute Wesensveränderung geben", so Ronja. dzi

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