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Manuel Neuer besucht die Rhader Torwartschule

Fußball

RHADE Der kleine Niklas nahm seinen ganzen Mut zusammen, stapfte schnurstracks auf Manuel Neuer zu und hielt ihm sein Bayern-Trikot unter die Nase. Doch der Schalker Bundesliga-Profi winkte ab, auf die Farben des Konkurrenten wollte er seine Unterschrift nicht setzen.

07.04.2010
Manuel Neuer besucht die Rhader Torwartschule

Geballte Torwartkompetenz: Gregor Pogorzelczyk, Lothar Matuschak und Manuel Neuer (oben v. li.) mit den Kindern der Fußballschule.

Ansonsten erfüllte der Nationaltorwart am Mittwochnachmittag auf dem Rhader Sportplatz geduldig alle Foto- und Autogrammwünsche. Dort besuchte Neuer die Torwartschule von Gregor Pogorzelczyk. Den Kontakt hatte Lothar Matuschak hergestellt, der als Torwartrainer in der Jugendabteilung von Schalke 04 arbeitet und in den Osterferien sein Wissen in Pogorzelczyks Fußballschule weitergibt.

Matuschak kennt Neuer seit der F-Jugend. Lange betteln musste er deshalb um dessen Stippvisite in Rhade nicht, Neuer sagte spontan zu. „Für die Kinder ist es etwas Besonderes, wenn ein Profi Tipps gibt. Das kenne ich selbst von früher“, sagte Neuer, der vermutlich ähnlich gebannt an den Lippen seines Vorbilds Jens Lehmann hing wie die Kids heute an seinen. Schon auf dem Parkplatz wichen die Kinder nicht von Neuers Seite. Während seines rund halbstündigen Besuchs auf dem Dahlenkamp wirbelte immer eine hektische Traube kleiner Fußballer um den 24-Jährigen herum, der den Rummel gewohnt lässig meisterte. Natürlich wollte der Nachwuchs vor allem eins wissen: Wie werde ich Fußball-Profi? Den goldenen Weg konnte Neuer nicht nennen. Nur soviel: „Ihr müsst viel trainieren und an euch glauben. Dann kommen die Fortschritte von ganz alleine.“

Den Eltern, die das Treffen ihres Nachwuchses mit dem Fußballstar eifrig auf Handy- und Digitalkameras festhielten, nahm Neuer aber die Angst vor ständig auf dem Fußballplatz kickenden Kindern. „Vernachlässigt die Schule nicht und vor allem: Hört auf Mama und Papa“, sagte Neuer. Und auch der kleine Niklas war am Ende versöhnt. Er hatte doch noch sein Autogramm bekommen. Nicht auf dem Bayern-Trikot, aber immerhin auf seinen Torwart-Handschuhen.