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Millionenloch durch Fiasko der West LB

DORSTEN Mit diesem neuen Nackenschlag hatte im Rathaus vorher niemand gerechnet: Im Sog der West-LB-Krise wird auch Dorsten noch tiefer in den Schulden-Strudel gerissen - Kämmerer Wolfgang Quallo schätzt den finanziellen Schaden für die Stadt auf ca. eine Million Euro!

von Von Klaus-Dieter Krause

, 31.01.2008
Millionenloch durch Fiasko der West LB

Wie ist das möglich? Schließlich gehört die Stadt nicht zu den Anteilseignern der Westdeutschen Landesbank. Aber es gibt eine indirekte Verbindung um mehrere Ecken: Über die NRW-Bank ist auch der Landschafts-Verband Westfalen-Lippe an der West-LB beteiligt und muss daher vermutlich rund 5 % des Verlustes übernehmen, der durch riskante Geschäfte auf dem internationalen Geldmarkt entstanden ist. Gegenwärtig wird dieser Verlust mit 2,5 Milliarden Euro beziffert.

Bestätigt sich dies, müsste der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ca. 125 Mio Euro zum Verlustausgleich beisteuern. Davon jedoch holt sich der LWL über eine Umlage fast 9 Mio Euro vom Kreis Recklinghausen zurück, der seinerseits in die Kassen der Kreisstädte langt. Und da schließt sich wortwörtlich der Kreis: Dorsten ist mit ca. einer Million Euro dabei!

Vergebliches Sparen

"Das ist in unserer Lage ein herber Rückschlag und führt unsere Sparanstrengungen fast ad absurdum", bedauert Wolfgang Quallo (Foto). Denn weder trifft die Stadt irgendeine Schuld an der neuen Belastung, noch war sie zu verhindern - sie muss lediglich bezahlt werden. Mit Geld, das Dorsten nicht hat, und für das zusätzliche Zinsen fällig werden.

Als ob dies noch nicht schlimm genug wäre: Durch die Hintertür drohen der Stadt weitere erhebliche Einnahme-Verluste. Wolfgang Quallo: "Da der Sparkassen-Verband mit 20 % an der West-LB beteiligt ist, wird es auch die Sparkasse Vest treffen. Und wenn die weniger Gewinn macht, sinken auch ihre Gewerbesteuer-Zahlungen - womöglich in sechsstelliger Höhe. . ."

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