Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Miriam Höller über ihre Zeit bei "Germany's next Topmodel"

Interview

SCHERMBECK Die Schermbeckerin Miriam Höller ist am Donnerstagabend bei „Germany‘s next Topmodel“ ausgeschieden. Benjamin Glöckner sprach mit der 22-Jährigen über ihre persönlichen Eindrücke.

von Von Benjamin Glöckner

, 23.04.2010

 

Eigentlich schon. Ich war elf Wochen weg und bewegte mich in einem Umfeld, das völlig ungewohnt für mich war.

 

Man wurde morgens um 5 Uhr von Kameras geweckt, wurde den ganzen Tag beobachtet und abends ging man um 23 Uhr mit ihnen ins Bett. Da kann man sich nicht wirklich wohl fühlen.

 

Eigentlich ist es ja so, dass ProSieben uns sagt, dass man – so lange man nicht offiziell raus geflogen ist – auch Zuhause bleiben soll. Denn sonst wäre die Spannung ja weg. Ich habe mich deswegen schon etwas zurückgehalten. Aber ich war letztes Wochenende mit meinen Leuten feiern und auch in Schermbeck unterwegs. Da wird man schon beim Einkaufen und Tanken angesprochen. Ich plane jetzt immer zehn Minuten plus ein, weil ich mit den Leuten ein bisschen Smalltalk halten möchte. Da hab ich richtig Spaß dran.

 

Für mich waren vorher immer ganz andere Sachen wichtig: Haare zusammen und am Motorrad schrauben, wie kann ich mich am besten schmutzig machen, wo kann ich am meisten trainieren? Für mich war es bisher nie wichtig, welche Mode ich anhabe oder wie meine Haare liegen. Und daran musste ich mich echt gewöhnen. Daraus zieht man seine Erfahrungen und verändert sich auch ein bisschen. Aber ich lass mich nicht von Lederhosen in ein rosa Kleidchen stecken. Mit der Haltung bin ich in die Sendung rein und auch wieder raus. Ich bin persönlich einfach nicht so. 

 

Es wird zwar alles von ProSieben geleitet, aber es war mir schon wichtig, dass ich auch Kontakte schließe mit den Leuten, bei denen ich Jobs gewonnen habe. Denn das sind ganz wichtige Kontakte, die man auch pflegen sollte. Das ist einfach das wichtigste in der Branche. Vor allem in dem Bereich, in den ich gehen will.

 

Nicht das reine Modeln, sondern Actionmodeln. Und dafür war die Sendung schon sehr wichtig.

 

Ja, das weiß ich. Ich habe noch Kontakt zu den anderen Mädels. Aber ich darf es leider nicht sagen. Die drei Finalistinnen sind vor zwei Tagen in München gelandet. Und dann kann man ohne Stress auch mal telefonieren.

 

Tja, meine Favoritin war immer Viktoria.

 

Kann sein.

 

Über Kritik lässt sich ja streiten. Sie ist mir jedenfalls am Ende nicht sehr nahe gegangen. Es hat mich viel mehr gestört, dass ich zu männlich sei. Aber ich kann gut mit Kritik umgehen und mache mir da nicht zu viele Gedanken.

 

Man wächst mit der Zeit wie eine Familie zusammen und ich habe meine Energiepakete immer auf die anderen Mädchen verteilt, weil sie viel geweint haben und Unterstützung brauchten. Psychisch war der Druck immer sehr groß und ich habe versucht, die Mädchen aufzufangen. Am Ende habe ich gedacht, ich lasse die Mädchen im Stich. Dann war auch mein Energiepaket leer. Und dann musste ich einfach mitheulen.

 

Ne, auf gar keinen Fall! Das hat mich auch so genervt. Ich mach ja wirklich alles. Du kannst mich anzünden, aber ich bin nicht der Krabbeltyp.

 

Ja, die gibt es! Zum Beispiel mit Jochen Schweitzer (Er betreibt u.a. eine Agentur für spektakuläre Eventgeschenke und ist einer der bekanntesten Stuntleute, Anm. d. Red.). So kann ich das Modeln mit dem Actionbereich verbinden. Dann kann ich auch mal brennend über den Laufsteg gehen. Und auch der Playboy hat schon bei mir angefragt. Wenn das ein außergewöhnliches Fotoshooting wäre, könnte man sicherlich darüber reden.

 

Ich hoffe, dass alles jetzt so gut läuft, dass ich nicht mehr auf den Movie Park angewiesen bin. Aber es ist schon traurig. Ich habe die Shows immer super gerne gespielt. Vielleicht kann ich ja ab und zu eine Gastrolle übernehmen.