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Mit einem defekten Radio fing alles an

SCHERMBECK Mit einem Gottesdienst in St. Ludgerus beginnt am Sonntagmorgen um 8 Uhr für Lydia und Erich David-Spickermann das Fest ihrer Diamantenen Hochzeit.

von von Helmut Scheffler

, 28.12.2007
Mit einem defekten Radio fing alles an

Lydia und Erich David-Spickermann feiern am Sonntag ihre Diamantene Hochzeit.

Den Kranz mit der "60" werden die Nachbarn bereits am Samstagabend aufhängen. Mit einem defekten Radio fing alles an.

Es wurde für den Soldaten David-Spickermann zum Anlass für ein Gespräch, als er im Zweiten Weltkrieg seine spätere Frau Lydia auf dem Bahnhof im polnischen Warka traf. Das Schicksal wollte es so, dass sich beide ohne Verabredung zu einem späteren Zeitpunkt in der Straßenbahn in Richtung Flughafen noch einmal trafen. Dem Wink des Schicksals haben sich beide dann bereitwillig gebeugt. In der Schermbecker Krankenhaus-Kapelle (heute Marienheim) wurde am 30. Dezember 1947 grüne Hochzeit gefeiert. Die Tante in Amerika schickte in Deutschlands schlechten Tagen vor der Währungsreform den Stoff fürs Brautkleid. Der Rest wurde noch in Reichsmark bezahlt. Das Hochzeitsfest startete im Elternhaus des Bräutigams.

Engagierte Mitarbeit

In der Stellmacherei der Schwiegereltern im bayerischen Mühlheim an der Donau fand der Jubilar als Schmied eine Beschäftigung. Im April 1957 zogen Lydia und Erich David-Spickermann in den Schermbecker Heggenkamp 13. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1985 war der Jubilar als Technischer Angestellter bei der Autobahnmeisterei beschäftigt.

Ins Gemeindeleben von St. Ludgerus haben sich beide engagiert eingebracht, sei es im Umfeld der Kolpingsfamilie, deren Weinkönigin die Jubilarin im Jahre 1987 war, bei der Unterstützung der jährlich mehrmals stattfindenden Polenaktion oder bei der Vorbereitung der Gottesdienste. Die Jubilarin war über drei Jahrzehnte lang Bezirkshelferin der Frauengemeinschaft. Im Jahre 1988 ließ sich Erich David-Spickermann als ehrenamtlicher Küster vom damaligen Pastor Franz-Gerd Stenneken in die Pflicht nehmen. Bis ihn eine schwere Krankheit im Jahre 2004 einholte, begann für den Jubilar mancher Morgen kurz nach fünf Uhr für den Dienst in der Kirche. Heute beschränkt sich der 85-jährige Jubilar auf leichte Gartenarbeit.

Den Glückwünschen der sechs Kinder und zehn Enkelkinder schließt sich die Dorstener Zeitung natürlich gerne an - mit den besten Wünschen für den nun beginnenden Weg zur "eisernen Hochzeit".