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Multikulti-Irrtum oder das bessere Zusammenleben

12.10.2007

Dorsten Seyran Ates Die Berliner Anwältin und Menschenrechtlerin (Foto) ist am Dienstag, 16. Oktober, um 19.30 Uhr zu Gast im Forum der VHS mit einer Lesung aus ihrem neuen Buch "Der Multikulti-Irrtum - Wie wir in Deutschland besser zusammenleben können". Das Buch erscheint in diesen Tagen anlässlich der Frankfurter Buchmesse.

Seyran Ates, Tochter von Migranten der ersten Generation, kämpft an vorderster Front gegen die Unterdrückung von Mädchen und Frauen aus muslimischen Ländern, gegen Zwangsheirat und Ehrenmord. Vor über 30 Jahren kam Seyran Ates mit ihrer Familie nach Deutschland. Seyran Ates erkämpfte sich einen Platz in dieser Gesellschaft, studierte Jura, wurde Anwältin und setzte sich vor allem für die Rechte von Migrantinnen ein. Durch ihren Kampf gegen Ignoranz und Gewalt machte sie sich viele Feinde, wurde bedroht, erpresst, angeschossen. Aus diesem Grund stellte sie ihre Tätigkeit als Anwältin zwischenzeitlich ein und hat sie erst vor wenigen Monaten wieder aufgenommen. Für ihr langjähriges Engagement wurde Seyran Ates in diesem Jahr durch Bundespräsident Horst Köhler mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

In ihrem Buch vertritt Seyran Ates unbequeme Positionen: Integration war bisher nicht gewollt; denn dafür müssten beiden Seiten aktiv aufeinander zugehen. Für die Mehrheitsgesellschaft bedeutet das vor allem, den Migranten der zweiten und dritten Generation bessere Bildungschancen zu eröffnen. Eine Integration der muslimischen Zuwanderer wird nur gelingen, wenn die Gleichberechtigung der muslimischen Frauen und Mädchen entschieden vorangetrieben wird.

Der Eintritt beträgt sechs Euro. Telefonische Anmeldungen und Auskünfte unter VHS-Tel. 02362/ 664161. Voranmeldungen sind auch über das Internet möglich: www.dorsten.de/vhsundkultur.htm

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