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NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers im Saal der Landesherrn

CDU-Schlossempfang

LEMBECK Der Schlaunsche Saal von Schloss Lembeck hat schon viel Prominenz gesehen. In seiner 600-jährigen Geschichte waren dort viele Landesherren zu Gast. Und jetzt auch ein Ministerpräsident: Jürgen Rüttgers folgte am Mittwoch einer Einladung der CDU.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 14.04.2010
NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers im Saal der Landesherrn

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers mit Bürgermeister Lambert Lütkenhorst.

"NRW muss stabil bleiben". Unter dieses Motto hatten die CDU-Stadtverbände Dorsten und Haltern ihre gemeinsam Kundgebung gestellt. Und gleich drei Gastgeber nutzten die Gelegenheit, außer lobenden Worten dem prominenten Besucher auch Bitten mit auf den Weg zu geben. Schlossherr Ferdinand Graf von Merveldt mahnte an, da Rüttgers sich sehr für Alleen einsetze, könne er vielleicht auch in Sachen Verkehrs-Sicherheits-Vorschriften etwas tun, damit in der Schloss-Allee endlich nachgepflanzt werden darf. Rüttgers: "Es gibt Schilder für langsameres Fahren - der Verkehrsminister hat gerade welche übrig!" 

Bürgermeister Lambert Lütkenhorst und seine Amtskollegin aus Haltern hatten stattdessen die katastrophale kommunale Finanzlage im Sinn. Lütkenhorst verwies darauf, dass die Wurzeln des Übels aus einer Zeit stammten, in der die CDU noch nicht in Düsseldorf  regierte und dankte ausdrücklich für Millionen-Zuschüsse für wichtige Dorstener Projekte: "Ohne Landesförderung wäre die Zukunft der Stadt nicht machbar." Allerdings gehöre auch zur Wahrheit, dass Dorstener Delegationen manchmal regelrecht "stinkig" waren, wenn sie auf der Beamtenebene des NRW-Innenministeriums mies behandelt wurden.

Rüttgers verwies darauf, dass die große Krise das Land NRW just zu dem Zeitpunkt getroffen habe, in dem man sich um die Notlage der Städte kümmern wollte. Aber die Probleme seien erkannt: "Wir werden dafür sorgen, dass die Städte am Landes-Dialog mit Berlin auf Augenhöhe teilnehmen können, um die kommunalen Haushalte wieder in Ordnung zu bringen."

Ansonsten beendete Rüttgers die mehr als einstündigen freie Rede mit seinen drei zentralen Zukunftsthemen: Industriestandort NRW, Finanz-Konsolidierung und bessere Chancen für alle Kinder. Dass er damit den Nerv der Zuhörer im voll besetzten Saal traf, bewies der lang anhaltende Schluss-Applaus.