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Ökumene war immer ein wichtiges Thema

Angelika Barutzki

Der Ökumenegedanke lag in den Anfängen der Neuen Stadt Wulfen nahe. Ganz offen wurde Anfang der 70er-Jahre diskutiert, ob man nicht ein gemeinsames sakrales Gebäude und Jugendheim errichten und die Gemeindebüros zusammen legen könnte.

WULFEN-BARKENBERG

von Von Sabine Bornemann

, 03.11.2011
Ökumene war immer ein wichtiges Thema

Das Ev. Gemeindezentrum Barkenberg wurde 1972 eingeweiht und war bis zum Bau des Gemeinschaftshauses 1983 ein regelrechtes Stadtteilzentrum.

Letztlich entschieden sich die Kirchenleitungen dagegen, aber ökumenische Aktivitäten sind bis heute in Barkenberg tief verwurzelt. Besonders die beiden Pastoren Willi Schultes (1981 - 1999) und Bernhard Korn (1969 - 1996) haben intensiv zusammen gearbeitet. 1990 wurde der „Ökumenische Arbeitskreis“ gegründet. Gründungsmitglied Angelika Barutzki (Foto) erinnert sich: „Die Initiative dazu kam von Madeleine Tripptrapp. Sie wollte aus ihrer Verärgerung über die katholische Kirche heraus die andere Gemeinde besser kennen lernen. Schnell wuchs die Gruppe auf 30 Teilnehmer. Durch Willi van Lück, damals Schulleiter der Gesamtschule, wurde angeregt, sich in Seminarwochen intensiv mit Themen wie Schöpfung (1990), Zukunft (1993), Zeit (1997) und Verständigung (2001) zu befassen. Vorbereitet wurden die z.T. sehr anspruchsvollen Vorträge von den Mitgliedern. Bei der ersten Woche zum Thema „Schöpfung“ rechnete die Gruppe nur mit durchschnittlich zehn Zuhörern. Aber statt dessen waren jeden Abend 100 - 120 Leute da!“

Angelika Barutzki war Grundschullehrerin, u.a. für Religion, an der Blauen Schule in Barkenberg. Auch in der Schule gab es viele ökumenische und integrative Projekte. „In einem Jahr hatte ich eine Klasse mit Kindern aus sieben verschiedenen Nationen. Ich wollte die Eltern zu einem gemeinschaftlichen Fest zusammenbringen. Wir haben dann ein Essen im Ev. Gemeindezentrum gemacht und jeder hat etwas aus seiner Heimat beigesteuert. Es wurde oft überkonfessionell und übernational gearbeitet. Das Gemeindezentrum war ein Treffpunkt für alle.“ Angelika Barutzki wohnt seit 1973 in einem der ersten Bungalows, die am Gecksbach gebaut wurden. Für ihre vier Kinder war das ein Paradies. „Damals gab es hier mehr Kinder als Erwachsene. Und jeder war auf jeden angewiesen, weil jeder hier neu war. Es gab keine alten Bindungen – man musste offen sein.

In den 70er- und 80er-Jahren gab es eine Aufbruchstimmung. Da ist in der „Neuen Stadt Wulfen“ ein neues Konzept von Miteinander entstanden. Mit der ganzen Nachbarschaft am Gecksbach verbindet uns eine enge Freundschaft. Schon von Anfang an haben wir gesagt: Lasst uns zusammen feiern – dann können wir uns auch im Alter gegenseitig helfen. Auf diese Gemeinschaft können wir uns bis heute absolut verlassen. Für mich ist Barkenberg wirklich Heimat.“ Ökumene ist auch heute noch nicht tot in Barkenberg. Heute heißen die Pfarrer Christian Wölke und Günther Krüger. Zur Zeit nutzt die kath. Gemeinde Räume im Ev. Zentrum, weil ihr Kindergarten renoviert wird. In der Passionszeit 2012 wird es eine ökumenische Veranstaltungsreihe geben.  

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