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Premiere: Dorstener schmücken Osterbrunnen

Osterbrunnen wird am 31. März eingeweiht

In Dorsten gibt es erstmalig in diesem Jahr einen Osterbrunnen. Die Idee stammt von Sybille Marttunen und alle Dorstener können sich daran beteiligen.

Dorsten

, 02.03.2018
Premiere: Dorstener schmücken Osterbrunnen

Kinder aus der Agathaschule und den Kitas Pusteblume und Marler Straße haben bereits Ostereier für den Bronzebrunnen (hinten) bemalt. © Foto: Michael Klein

Sybille Marttunen will mit einer alten fränkischen Volkstradition den Brunnen auf dem Dorstener Marktplatz zum österlichen Blickfang machen. Weil ihre Kinder dort leben, ist Sybille Marttunen häufig südlich des Mains in der Fränkischen Schweiz unterwegs. Dort gibt es eine Volkstradition, die die Dorstenerin nun in ihre Heimatstadt verpflanzen will: den Osterbrunnen.

Brunnen bringt Farbe in die Stadt“

„Das bringt Farbe in die Stadt und wird zum Blickfang werden“, verspricht sie. Im Frankenland sind in der Karwoche und nach Ostern Brunnen mit Tausenden buntbemalten Eierschalen, Kränzen und Girlanden geschmückt. In einer solchen Pracht soll in diesem Jahr erstmalig auch der Bronze-Brunnen auf dem Dorstener Marktplatz erblühen.

Der Ursprung des Brauchtums liegt in der Bedeutung des Wassers als lebensspendendes Element für die Hochebene der Fränkischen Alb. „Die Menschen haben damit in der Zeit der Auferstehung ihre Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht, für mich eine schöne Symbolik“, sagt die Initiatorin: „Zumal das Wasser auch in der Dorstener Geschichte immer sehr wichtig für die Stadt war.“

Früheres Alltagsleben

Das lässt sich auch aus den Figuren am Marktplatz-Brunnen ablesen, die vom früheren Alltagsleben in der Lippestadt erzählen. Eine spannende Sache für die Kinder der Agathaschule und aus den Kindergärten Pusteblume an der Reiherstraße und an der Marler Straße, die bereits die ersten 500 ausgeblasenen Eier bunt bemalt haben. „Ein tolles Projekt“, betont Gisela Petzel, Leiterin des Familienzentrums Pusteblume. Sie hat als Mitorganisatorin einen erfolgreichen Förderantrag gestellt: Der Osterbrunnen wird aus dem Bürgerbudget der jüngsten „Mitte-Konferenz“ mit 640 Euro bezuschusst. „Und dort haben wir viele Mitstreiter für die Aktion gefunden.“ Auch die Mobile Jugendhilfe Altstadt, das Stadtteil-Büro oder der Dorsten-Treff sind dabei.

1000 bis 2000 Ostereier

Sie alle sorgen dafür, dass genügend bunte Ostereier zur Verfügung stehen, mindestens 1000 bis 2000 werden benötigtet. „Aber alle anderen Dorstener können auch Ostereier abgeben“, so Sybille Marttunen. Und zwar bis 16. März am LWL-Wohnhaus (Im Werth 65). Dessen Mitarbeiter und Bewohner bauen die grün bestückten Girlanden, an denen Gründonnerstag die Ostereier angehängt werden.

„Wie in Franken wird auch hier der Brunnen vorher gereinigt“, so die Initiatorin. Übrigens hat der 85-jährige Künstler Bonifatius Stirnberg, der den Brunnen gestaltet hat, seine Einwilligung gegeben, dass sein Werk bis 20. April „zweckentfremdet“ wird. „Wir haben ihn für Karsamstag eingeladen“, sagt Christina Bertels (Stadtteilbüro „Wir machen Mitte“). Um 10 Uhr wird am 31. März der Osterbrunnen eingeweiht. Selbst dann können Nachzügler Ostereier beisteuern.

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