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Provokanter Film und Diskussion im Central-Kino

Engel mit schmutzigen Flügeln

DORSTEN Mit dem Thema Sein und Selbstfindung beschäftigten sich die Besucher des Dramas „Engel mit schmutzigen Flügeln“ im Central-Kino Dorsten. Dort fand nach der Filmvorführung eine rund einstündige Diskussion statt.

von Von Ann-Kathrin Schwenzfeier

, 27.04.2010
Provokanter Film und Diskussion im Central-Kino

Einer der Hauptproduzenten, Roland Reber, und die Mitproduzentinnen und Schauspielerinnen Antje Nikola Mönning und Marina Anna Eich (l.) stellten sich der Diskussion nach der Filmvorführung.

Mit dabei: einer der zwei Hauptproduzenten, Roland Reber, und die Mitproduzentinnen und Schauspielerinnen Antje Nikola Mönning und Marina Anna Eich. Der Film, der schon oft als provokativ oder als Hymne auf die Unmoral betitelt wurde, brachte auch bei den Dorstener Besucherinnen und Besuchern unterschiedliche Meinungsbilder zum Vorschein. Insgesamt bekam das Film-Team aber eine sehr positive Resonanz vom Dorstener Publikum. Manuela Okpowe aus Hervest war begeistert: „Mir persönlich gefiel der Film sehr gut. Ich fand ihn sehr interessant und keineswegs so provokant, wie im Vorfeld behauptet.“

Die Sexualität werde hier als Transmitter für die Suche nach dem eigenen Ich verwendet. Sie habe persönlich sogar noch mehr Offenheit erwartet. Auch weitere Zuschauer waren positiv überrascht und unterhielten sich noch länger über Moral, Wertvorstellungen und die Suche nach dem eigenen Ich. Zum Inhalt des Films: Erst wenn die junge Frau Lucy lernt zu sich zu stehen und sie selbst zu sein, wird sie von den zwei Engeln im Film als eine von ihnen aufgenommen. Auch wenn das heißt sich selbst als „Schlampe“ zu akzeptieren. Moral und gesellschaftliche Wertvorstellungen spielen dabei keine Rolle, denn „die Moral ist nur die Entschuldigung all derer, die sich nicht trauen, die Wahrheit zu leben“. Die Botschaft, sich selbst nicht zu belügen, um in gewisse, vorgefertigte Schablonen der Gesellschaft zu passen, ist ein immer wiederkehrendes Motiv im Film, welches genügend Stoff bot, um sich auch noch lange danach mit der Thematik auseinander setzen zu können.