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Reise ins Innere der Psyche

DORSTEN Zum Sternschnuppern lud die Liedermacherin Sigrun W. Heuser am Sonntag im Rahmen der 23. Dorstener Frauenkulturtage ins Alte Rathaus am Markt.

von Von Eva Kopriosek

, 03.03.2008
Reise ins Innere der Psyche

Sigrun W. Heuser besang das Leben von Frauen zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Der Abend stand dabei ganz unter dem Motto der Frauenkulturtage: "Frauenleben zwischen Überholspur und Trampelpfad".

In ihren Liedern besang die mittlerweile in Hamburg ansässige Dorstenerin das Leben von Frauen (und Männern) zwischen Wunsch und Wirklichkeit, zwischen Traumleben und gelebten Traum.

Neues Leben

Oft bedarf es eines ersten Schrittes, den Sprung vom Traum ins neue Leben zu wagen. Von diesen und ähnlichen Ausbrüchen mutiger Menschen handeln Sigrun W. Heusers mit Akustik-Gitarre untermalte Lieder. Sie erzählen davon, wie sich "eigene Wünsche vom Kopf auf die Füße stellen" lassen. Wie zum Beispiel in "Ich fang schon mal an", ein Plädoyer gegen das Warten auf bessere Zeiten und das Verschieben auf Morgen.

Mit kraftvoller Stimme, die mal weich, mal rau und kratzig wurde, beschrieb Heuser die Reise ins Innere der Psyche. Der mitunter ordentlich krachende Gitarrenrock wurde mit Mundharmonika-Einlagen untermalt. Neben eigenen Kompositionen spielte sie auch Coverversionen bekannter Stücke wie Ulla Meineckes "Die Tänzerin".

Helfersyndrom

Neben den noch ungelebten Träumen ging es aber auch um ganz konkrete Dinge aus dem alltäglichen Leben. Zum Beispiel um das Helfersyndrom, unter dem viele Menschen leiden, zur Freude und Bequemlichkeit anderer. Mit der Einbindung des Publikums in diesen Song versprach Sigrun W. Heuser allen Anwesenden, zum Abschluss des Liedes zumindest vorläufig von eben jener Krankheit geheilt zu sein.

Dem vorwiegend weiblichen Publikum gefiel diese Mischung aus rockigen Klängen und nachdenklich machenden Texten. Das war Musik, die vielen aus dem Herzen sprach.

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