Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Rohbauarbeiten am „Home of hope“ sind beendet

Kinderheim in Sierra Leone

SCHERMBECK Gudrun Gerwien, Dieter Schmitt und Johannes Nover sind mit dem Baufortschritt am „Home of hope“ vollauf zufrieden. Die drei Mitglieder der „GAGU-Zwergenhilfe“ waren zu Gast in Sierra Leone, um die Arbeiten am geplanten Kinderheim in Augenschein zu nehmen.

von Von Helmut Scheffler

, 11.04.2010

Die Rohbauarbeiten am Kinderheim und am Verwaltungsgebäude sind abgeschlossen. Die Satteldächer wurden mit Zinkblech bedeckt. Auch die elektrischen Leitungen wurden verlegt. Jetzt geht es darum, die Gebäude zu verputzen, die Fußböden zu verlegen, die sanitären Anlagen zu installieren und die Decken zu vertäfeln.

„Ich bin überrascht, wie sauber und akkurat gearbeitet wurde“, freut sich Dieter Schmitt. Ein Ingenieur, der früher im Ausland gearbeitet hat, suchte sich vor Ort ein paar geeignete Arbeiter, mit denen er die vom Weseler Architekten Alexander Higlister angefertigten Pläne umsetzen konnte. Da in Sierra Leone ein großer Bauboom herrscht, sind die Baumaterialien teuer. Für einen Quadratmeter Fliesen müssten vor Ort 27 Euro entrichtet werden. „Das kriegen wir bei uns preiswerter“, setzt Dieter Schmitt auf gute Fliesen zweiter Wahl und hofft gleichzeitig, dass sich in der Baubranche ein Sponsor findet, der die Fliesen günstig bereitstellt. Dann soll ein Container bestückt und auf die Reise geschickt werden. In diesem Container können auch jene Waschbecken und Toilettentöpfe verstaut werden, die der Schermbecker Unternehmer Günther Beck als Schirmherr des Bauprojektes zugesagt hat. Auf die gleiche Weise könnte die Deckenvertäfelung nach Sierra Leone gelangen. Gesucht wird noch ein Generator für die Stromversorgung. „Wir halten schon nach Betten Ausschau“, berichtet Gudrun Gerwien und ergänzt, „niemand soll auf dem Boden schlafen.“ Viel Lob gab es vom Sozialminister, der die Baustelle persönlich in Augenschein nahm. Er hat inzwischen auch die „NGO“-Bescheinigung bestätigt, die dem GAGU-Projekt den mit Vorteilen verbundenen Status einer „Non governmental organisation“ ausstellt.

Auf dem etwa 1600 Quadratmeter großen Gelände soll ein Brunnen gebohrt werden zur Frischversorgung des Heimes. Davon sollen auch die Menschen in der Nachbarschaft profitieren. Bis zur nächsten Regenzeit sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann stehen für die Unterbringung von 30 Kindern insgesamt zehn Räume zur Verfügung. Daneben gibt es einen Aufenthaltsraum, in dem gemeinsam gegessen wird.Im Verwaltungsgebäude wird der Projektmanager Lamin Bandura mit seinen vier Kindern wohnen. Er betreut zusätzlich die beiden Schermbecker Patenkinder Yeabu und Abbas. Aus jedem der neun Amputy-Camps, die von Gerwien und Schmitt bereits bei früheren Besuchen besichtigt wurden, wird ein Kind aufgenommen. Mit der Hauptstraße ist das Kinderheim künftig durch die „Schermbeck Road“ verbunden. Sie erinnert an den Ort, in dem die Projekt-Idee entstand. Die Gruppe sucht noch Personen, die eine Patenschaft für Kinder übernehmen. Für 25 Euro im Monat kann ein Kind die Schule besuchen, erhält Schulbedarf und Essen. Interessenten melden sich im GAGU-Zwergenlädchen, Tel. (02853) 60 48 91 an der Mittelstraße.

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann unter Angabe des Stichwortes „Kinderheim“ einen Geldbetrag auf das Konto 777 777 900 bei der Volksbank Schermbeck (BLZ 400 693 63) oder auf das Konto 254 854 bei der Verbands-Sparkasse Wesel (BLZ 356 500 00) überweisen.