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Roteichen bringen Anwohner auf die Palme

LEMBECK "Oh, das sieht wichtig aus", dachte Ria Gladen, als sie am Anfang der Woche Baufahrzeuge in ihrer Straße "Zum Holtberg" anrollen sah. Die Antwort, die sie auf Nachfrage von den Arbeitern erhielt, trieb sie allerdings fast auf die Palme.

von Von Anke Klapring-Reich

, 07.03.2008
Roteichen bringen Anwohner auf die Palme

<p>Die Anpassung der Baumscheiben verwundert.</p>

"Wir verschmälern die Straße für die Baumscheiben der Roteichen", hieß es. Bei "Roteichen" sehen die Holtberg-Anwohner wahrhaftig rot, ist ihnen dieses riesige nordamerikanische Gewächs, dessen wucherndes Wurzelwerk eine zerstörerische Sprengkraft in Asphalt und Bodenplatten entfaltet, schon lange ein Dorn im Auge.

Da die Lembecker immense Schäden vor ihrer Haustüre befürchteten, beschwerten sie sich mehrmals bei der Stadt, die schließlich die unliebsamen Roteichen auf die Tagesordnung des Bauausschusses hob. Gebäude seien durch die Bäume nicht geschädigt, habe eine städtische Untersuchung ergeben. Doch im Rahmen der Unterhaltsarbeiten wolle man im Frühjahr 2008 notwendige Regulierungen vornehmen.

Und genau das werde zurzeit "Zum Holtberg" gemacht, referierte Lisa Bauckhorn, Pressesprecherin der Stadt. Von einer "Verschmälerung" der Straße könne allerdings nicht die Rede sein: "Bei zwölf Roteichen sollen die Baumscheiben angepasst werden, bei drei Bäumen wird die beschädigte Rinnenflussbahn behoben."

Damit sind vielleicht die Stolperfallen beseitigt, der Ärger der Anwohner jedoch bleibt: "Die riesigen Wurzeln haben schon Stromausfälle und Wasserschäden verursacht", schimpft Ria Gladen. Ganz zu schweigen von der aufwändigen Beseitigung der Blätter, Eicheln und Blüten, die die kostbare Freizeit der gesamten Nachbarschaft koste.

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