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Schnelles Internet bleibt für viele Dorstener ein Traum

Kein Geld

Schnelles Internet bleibt in einigen Stadtteilen weiter ein Wunschtraum. Deuten, Altendorf und das Gewerbegebiet Köhl in Wulfen zählen noch zu den "weißen Flecken" auf der DSL-Versorgungskarte.

DORSTEN

von Von Rüdiger Eggert

, 17.11.2011
Schnelles Internet bleibt für viele Dorstener ein Traum

Ein Bild mit Symbolcharakter: Eine Nacktschnecke kriecht auf einer Laptop-Tastatur scheinbar auf das @-Zeichen zu. Von schnellem Internet können die Menschen in Deuten, Altendorf-Ulfkotte und im Gewerbegebiet Köhl weiterhin nur träumen.

Das dringender Bedarf besteht, haben Gespräche der Dorstener Wirtschaftsförderung (WinDor) und die Stadtverwaltung mit Bürgern und Gewerbetreibenden deutlich gemacht. Fördermittel wurden längst beantragt. Im ersten Schritt sollen Beratungs- und Planungsleistungen, ca. 20 000 Euro einschließlich 1600 Euro Eigenanteil für ein Gutachten, gefördert werden. Aber niemand rechnet damit, dass die Bezirksregierung den Antrag genehmigt. Dorsten ist Nothaushaltsgemeinde.

Dorsten ist Nothaushaltsgemeinde

Selbst den Eigenanteil kann die Stadt Dorsten nicht übernehmen. Dass Anwohner und Firmen Geld zusammenlegen, bringt der Stadt auch keinen Vorteil. "Das Fördersystem sieht nicht die Anrechnung des bürgerschaftliche Engagement auf den Eigenanteil der Kommune vor", betont Win-Dor-Prokurist Günter Aleff. Da nützen wohl auch die neuerlichen Hinweise nicht viel, dass eine ausreichende Breitbandversorgung für den Wohn- und Arbeitsstandort Dorsten dringend notwendig ist. "Die Bezirksregierung hat sich inzwischen direkt an Umweltminister Remmel gewandt und auf die auswegslose Situation der Pleite-Städte hingewiesen", so Aleff. Eine Antwort steht noch aus.

Bisher scheiterte der Anschluss von Deuten, Altendorf und dem Gewerbegebiet Köhl auch an der nicht vorhanden Infrastruktur. Im Gewerbegebiet Köhl gibt es zwar eine Leitung der Telekom, die das Munitionsdepot Wulfen versorgt, ein Anschluss ist nicht ohne weiteres möglich. "Hier gibt es auch Hindernisse in Bezug auf hoheitliche Aufgaben", sagte Günter Aleff am Donnerstag.CDU-Kritik an Landesregierung

Derweil hat sich Dorstens Christdemokraten mit deutlichen Worten an die Landesregierung gewandt: "Die Bürger aber auch wir Kommunalpolitiker sind diese ewige Rumgehampel leid", macht der Deutener CDU-Ratsherr Stephan Ricken deutlich und wird von seinem Altendorfer Fraktionskollegen Ludger Föcker unterstützt: "Irgendwann läuft die Bundesförderung für den DSL-Ausbau aus und das Innenministerium in Düsseldorf hat immer noch keine Entscheidung getroffen." 

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