Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Schonender Eingriff hilft langfristig

16.10.2007

Dorsten "Die neue OP-Methode ist erst seit 2006 in Deutschland und wir haben uns schnell damit beschäftigt." Chefarzt Dr. Tönnies erklärte gestern im St. Elisabeth Krankenhaus das neue Verfahren bei der Beckenboden- und Inkontinenzchirurgie.

Seit knapp einem Jahr werden das Krankheitsbild einer Beckenbodenschädigung und damit verbundene Senkungen der Genitalorgane bei Frauen neuartig behandelt. Herkömmlich wurden die Gebärmutter entfernt, die Blase angehoben und dafür das körpereigene Muskelgewebe genutzt. Damit sollte auch eine Harninkontinenz unter Belastung gebessert werden. Im Laufe der Jahre setzte sich allerdings die Erkenntnis durch, dass eine Beckenbodensenkung und eine Inkontinenz getrennt bewertet und behandelt werden müssen.

In der Frauenheilkunde haben sich damit neue Techniken durchgesetzt, die auch das Team im Elisabeth-Krankenhaus beherrscht. Die Verwendung von Netzimplantaten schuf vielfältige Möglichkeiten, auf langanhaltende Weise zu helfen. So kann mit dem neuen System eine Blasensenkung ohne Entfernung der Gebärmutter wirkungsvoll behandelt werden. Da der Eingriff zudem schonender erfolgt, kann die Patientin nach fünf bis sechs Tagen das Krankenhaus verlassen. Auch die Erholungsphase ist deutlich kürzer als bei früheren Operationen.

Bei der Inkontinenzchirurgie setzt die Medizin ein so genanntes TVT-Band ein. Dieser etwa zehnminütige Eingriff führt zu einer sofortigen Heilung oder zumindest weitgehenden Besserungen einer Belastungsinkontinenz. Unter einer solchen versteht man den unfreiwilligen Abgang von Urin beim Husten, Lachen oder Niesen.

"Mittlerweile kann die Klinik für Frauenheilkunde über eine recht große Erfahrung mit diesem Verfahren zurückblicken und entsprechend ausgereifte Therapieempfehlungen abgeben", betonte Dr. Tönnies bei der Vorstellung der neuen Methoden in der Frauenheilkunde. se

Lesen Sie jetzt