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St. Marien und St. Josef verabschieden Pfarrer Vidas Vaitiekunas

Fusionierte Gemeinden

HERVEST In einer bewegenden Feier haben die Pfarrgemeinden St. Marien und St. Josef ihren Pfarrer Vidas Vaitiekunas am Sonntag verabschiedet.

von Von Berthold Fehmer

, 18.04.2010
St. Marien und St. Josef verabschieden Pfarrer Vidas Vaitiekunas

Ihrem scheidenden Pfarrer hatten die Messdiener von St. Marien und Josef ein Schalke-Trikot geschenkt.

Mit allen Messdienern von St. Marien und St. Josef im Altarraum, den Lektoren, dem Kirchenchor von St. Marien, dem Jugendchor von St. Josef und einer voll besetzten Marienkirche hatten die beiden Gemeinden bei seinen Abschied für eine imposante Kulisse gesorgt. Wie ungern die Gemeinden ihren Pfarrer gehen ließen, zeigte sich auch im Anschluss auf der Pfarrwiese, wo zu einem Frühschoppen eingeladen war. Hunderte von Händen musste Vaitiekunas schütteln, viele Umarmungen „aushalten“ und dutzende von Geschenken in Empfang nehmen.

„Das Marienviertel ist etwas Besonderes“ – diese Erkenntnis hat Vaitiekunas in den mehr als acht Jahren in der Gemeinde geprägt. „Die Menschen hier identifizieren sich mit der Gemeinde, sind sehr aktiv.“ Einen herzlichen Empfang habe man ihm damals bereitet, „das tolle Gefühl, das man dazu gehört.“ Er hofft, dass seinem Nachfolger ebenso viel Herzlichkeit entgegenschlägt. Ein neuer Mann könne durchaus in der Gemeinde für frischen Wind sorgen, sagt Vaitiekunas. Auch in Hinblick auf die Zukunft, wo Veränderungen (Stichwort: Fusion) ins Haus stehen. Die Gemeinden St. Marien und St. Josef hätten aber allen Grund, positiv in die Zukunft zu sehen. Vaitiekunas ist nun Vicarius Cooperator in Voerde, in der Gemeinde „St. Maria - Königin des Friedens“. Er bleibt aber weiterhin Seelsorger für die Gläubigen der litauischen Sprache. Seine erste Messe in Voerde wird er bereits am Dienstag halten.

In einer Hinsicht wurde Vaitiekunas allerdings auch in St. Marien „bekehrt“: Hier wurde er zum Schalke-04-Fan: „Ich habe sogar schon eine Silberhochzeit und eine Taufe in der Kapelle in der Arena gefeiert.“ Zum Abschied schenkten ihm seine Messdiener ein Trikot des Bundesligisten, mit ihren Unterschriften darauf. Seinen „Glauben“ an die Meisterschaft hat Vaitiekunas jedenfalls trotz der Gala-Vorstellung der Bayern am Wochenende nicht verloren: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Jürgen Bernhardt, Pfarrgemeinderatsmitglied von St. Josef, drückte in seinem Grußwort an Vaitiekunas aus, was wohl alle fühlten: „Sie sind immer ein gern gesehener Gast bei uns und werden es immer bleiben.“