Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Starke Gesamtschüler

Schermbeck Vor knapp zwei Wochen hatte der Schermbecker Gesamtschulleiter Norbert Hohmann nach einem Gespräch einen "dicken Hals".

30.08.2007

Grund für seinen Ärger: Die Stellungnahme eines Ministeriumsmitarbeiters auf einer Schulleitertagung zum Abschneiden der Gesamtschulen bei den Lernstandserhebungen in Klasse 8.

"Entgegen aller Erwartungen", so der Mann, hätten die Gesamtschulen "ganz ordentlich" abgeschnitten. "Ganz ordentlich" spiegelt das hervorragende Ergebnis an der Gesamtschule Schermbeck freilich nicht im Geringsten wider, wie der Didaktische Leiter der Schule, Peter Grotendorst, belegen kann. Denn: "Unsere achten Jahrgänge haben in allen Kursen, auch in den Grundkursen, gleich gut oder besser als andere die Aufgaben in den Kernfächern Deutsch, Mathe und Englisch gelöst." Hohmann und Grotendorst als Repräsentanten einer Gesamtschule sehen ihre Schulform nach den offiziellen Stellungnahmen in der Öffentlichkeit gelinde gesagt "wenig wertgeschätzt".

Dabei leisten die Gesamtschulen auch aus Sicht vieler zufriedener Eltern und Schüler seit Jahren gute Arbeit. Nicht zuletzt die Gesamtschule Schermbeck hat sich als eine der "ersten Anlaufaddressen" für Eltern in der Schullandschaft etabliert, genießt uneingeschränkt die Rückendeckung aller politischen Parteien im Ort.

Guter Ruf

Zudem erfreut sich die Gesamtschule Schermbeck mittlerweile über die Grenzen ihrer Gemeinde hinaus eines derart guten Rufs, dass Norbert Hohmann Anfang des Jahres leider gezwungen war, 145 Kinder aus Dorsten abzuweisen, weil nicht mehr als vier Eingangsklassen gebildet werden konnten. Mit jetzt insgesamt 1070 Schülern sind die Kapazitäten des Schulgebäudes restlos ausgeschöpft. Ursprünglich war die Gesamtschule Schermbeck für 850 Schüler ausgelegt worden.

Warum etliche Eltern dem von der Landesregierung favorisierten dreigliedrigen Schulsystem eine Absage erteilen, führt Hohmann auf die andere Zielrichtung seiner Schulform zurück: "In der Gesamtschule steht die ganzheitliche Förderung in der Entwicklung eines Schülers im Vordergrund. Die Entwicklung eines Kindes ist selten linear, häufig Schwankungen unterworfen."

So werden Gesamtschüler nach ihren Möglichkeiten gefördert und gefordert, während durchaus solide Grundschüler in nicht unerheblicher Zahl schon in der Orientierungsstufe weiterführender Schulen im dreigliedrigen System scheitern und abgeschrieben werden. "Unser Selbstverständnis ist ein anderes." eng

Lesen Sie jetzt