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Teddy-Widder sind unzickig und verschmust

Kaninchen-Rasse

DORSTEN n einem Spielfilm hatte sie ein „plüschiges Kaninchen“ gesehen. Da war es um Sarah Putschker geschehen. „So eins muss ich auch haben“, wünschte sich die Dorstenerin. Dass es schließlich 19 Mümmelmänner werden würden, hätte sich die 24-jährige Großhandels-Verkäuferin damals aber nicht gedacht.

von Von Michael Klein

, 01.04.2010
Teddy-Widder sind unzickig und verschmust

Sarah Putschker und einer ihrer zotteligen Teddy-Widder.

Vor drei Jahren war es, als sich Sarah Putschker im Internet auf die Suche machte – und ihre Lieblingsrasse fand. „Teddy-Widder, sehr zahm und zutraulich und deshalb optimal für Kinder geeignet“, sagt die junge Frau. Sie hat damit begonnen, ihre langhaarigen Lieblinge zu züchten. 18 kleine Tiere hat sie deshalb augenblicklich zusätzlich zu versorgen, aus vier Würfen in den vergangenen acht Wochen. „Einige sind schon reserviert, die meisten aber noch zu haben.“

Dandy war der erste Teddy -Widder, den Sarah Putschker erwarb, Kim hieß seine Partnerin. Der Rammler ist inzwischen Kastrat, die Zippe lebt bei einem Onkel von Sarah im Stall. Zu Dandy und Kim gesellten sich im Laufe der Jahre weitere Tiere, die die 24-Jährige zum Eindecken hält. „Wenn die Mädels hitzig werden, dann weiß ich, dass ich wieder für Nachwuchs sorgen kann.“ Geld verdienen kann und will die Dorstenerin mit ihrer rein privaten Zucht nicht. „Das, was ich einnehme, gebe ich für Futter, Pflege, Impfungen und die Ausläufe wieder aus.“ Außerdem: „Ich habe eine Vollzeitstelle, da kann die Zucht nur Hobby sein.“ Ein zeitintensives aber: „Wenn ich nach Hause komme, müssen die Ställe gesäubert werden, dann betreue ich am PC meine Internet-Seite und ihre Kuscheleinheiten brauchen die Tiere ja auch. Vor 21 Uhr bin ich nie fertig damit.“

Sarah Putschker betont nicht nur, dass Teddy-Widder „sehr verschmust und unzickig“, sondern auch trotz ihres langen Fells sehr pflegeleicht sind: „Zwei Mal die Woche durchbürsten, das reicht.“ Von den langen Haaren der Kaninchen lässt sich übrigens auch Tjay, der Dackel-Jagdterrier der Dorstenerin bezirzen: „Vor allem die Kleinen liebt er."

Auf der Internet-Homepage von Sarah Putschker finden Interessenten Bilder der süßen Jungtiere, denen die Dorstenerin bereits kurz nach der Geburt Namen gibt: „Kann ja sein, dass ich mal ein Tier behalten möchte.“ Der letzte Wurf (zwei Mädels, drei Jungen) wird mit T beginnen. „Tabea und Tammi habe ich schon, über den Rest mache ich mir noch Gedanken.“ Obwohl: „Die meisten Käufer nennen die Kaninchen sowieso wieder um.“ Die Kundschaft der Dorstenerin kommt meist aus der Umgebung. „Kürzlich ist aber einer fünf Stunden mit dem Auto unterwegs gewesen, weil er unbedingt ein bestimmtes Tier wollte.“ Die 24-Jährige ist immer noch traurig, wenn sie Jungtiere abgeben muss. „Aber viele Käufer schicken mir regelmäßig Fotos zu, auf diese Weise bleibe ich mit meinen Teddy-Widdern in Kontakt.“  www.ruhrpottteddys.de.tc