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Tisa ein "Alleinstellungsmerkmal"

02.08.2007

Dorsten Auf der Kulturkonferenz am Mittwoch wurden neben den städtischen Vorhaben für RUHR 2010 auch drei Dorstener Ideen vorgestellt.

Den Anfang machte Kultur-Redakteur Hans-Jörg Loskill, Repräsentant des Tisa von der Schulenburg-Projekts. Für ihn vereint die 2001 verstorbene Künstlerin in Biographie und Werk all jene Werte, die auch bei der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 von zentraler Bedeutung sind.

Ihre Persönlichkeit sei ein Alleinstellungsmerkmal, das Dorsten von anderen Städten der Region abhebt. Loskill plädierte für eine Erweiterung des Tisa von der Schulenburg-Preises und konnte sich neben einem Tisa-Museum auch ein Forum für Bergbaukunst vorstellen.

Anschließend präsentierte Angelika Krumat vom Kunstverein Virtuell-Visuell e.V. das Projekt "Gahlenscher Kohlenweg". In Zusammenarbeit mit vier Kunstvereinen aus Hattingen, Bochum, Wanne-Eickel und Gelsenkirchen soll die 30km lange Trasse mit modernen Kunstwerken zu neuem Leben erweckt werden. Das hierzu geplante Rahmenprogramm soll auch die örtlichen Schulen einbinden. Weitere Ideen und Sponsoren werden noch gesucht. Abschließend stellte der Leiter des Jüdischen Museums Dr. Norbert Reichling das Projekt "Angekommen?!"vor. Zentrales Thema ist die jüdische Migration und die Divergenz zwischen äußerem "Angekommen sein" und innerer Heimatlosigkeit. Als Wanderausstellung wird das Projekt von örtlichen Kooperationspartnern und Veranstaltern mitgetragen. Bei einer Dauer von fünf bis zehn Jahren und einigen geplanten Publikationen zum Thema erfüllt der Vorschlag das für Bewerbungen so wichtige Prinzip der Nachhaltigkeit. Eine thematische Erweiterung des Projekts um weitere Migrationsthemen konnte sich Dr. Reichling ebenfalls vorstellen. Als weitere spontane Idee stellte er die Möglichkeit in den Raum, die Geschichte der Familie Eisendraht im Rahmen von Local Heroes als Werksausstellung zu präsentieren.

Im Zuge der Diskussionen plädierte der Vorsitzende des Dorstener Kunstvereins Peter Broich, für eine Einbindung der Lohnhalle in die angedachten lokalen Maßnahmen. EK

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