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Versteigerungen locken KFZ-Händler in den Indu-Park

Auto-Auktionen

DORSTEN/MARL Seit 2000 führt die Auktion & Markt AG Exklusiv-Versteigerungen für Autohändler in Deutschland durch. Seit August 2008 auch sehr erfolgreich an ihrem neuen Rhein-Ruhr-Standort im hiesigen Industriepark Dorsten/Marl.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 29.04.2010
Versteigerungen locken KFZ-Händler in den Indu-Park

Mehr als 23.000 Euro erbrachte die Versteigerung dieses Mercedes E 320 mit der Erstzulassung vom Januar 2007. Die Bildschirme über dem Auktionator zeigen das jeweils aktuelle Gebot an und die verrinnenden Sekunden, bis der Zuschlag erfolgt

Was können Deutsche besser als Japaner? Autos versteigern! Zumindest im interkommunalen Industriepark Dorsten/Marl. Dort war an der Werrastraße vor wenigen Jahren der Versuch des Ecan-Auktionshauses, sein in Asien erfolgreiches Konzept auf Europa zu übertragen, kläglich gescheitert. Besser machte es die Auktion & Markt AG, die seit 2000 in Deutschland Exklusiv-Versteigerungen für Autohändler in Deutschland anbietet und dieses Geschäft auch seit August 2008 an ihrem neuen Rhein-Ruhr-Standort im hiesigen Indu-Park tut. Und das trotz der durch die Abwrackprämie 2009 ausgelöste einjährige Durststrecke im Gebrauchtwagen-Markt mit großem Erfolg.

Welches Rezept unterscheidet die neuen Betreiber von ihren Vorgängern? Niederlassungsleiter Stefan Gerbrand: „Die Japaner haben ausschließlich Online-Versteigerungen durchgeführt. Außerdem legten sie keinen Wert auf den direkten Kontakt mit den Autohändlern.“ Dieser eher anonyme und unpersönliche Ablauf funktioniere in Asien gut, deutsche und wohl auch europäische Autohändler seien jedoch anders gestrickt. „Wir legen großen Wert auf persönliche Kontakte, geben unseren Auktionen einen gewissen Erlebnis-Charakter und bemühen uns auch mit Sonderaktionen, Akzente zu setzen“, erläutert Gerbrand. In dieser Woche hieß das Motto beispielsweise „Fahrt in den Mai“ und die Teilnehmer wurden stilecht mit einem Glas (alkoholfreier) Maibowle empfangen.

Vor allem aber macht es die Mischung. Wenn alle vierzehn Tage dienstags im Indu-Park an der Werrastraße völlig unterschiedliche Fahrzeuge vom gerade noch fahrtauglichen Unfallwagen bis zum Sportflitzer und ab und zu auch LKW unter den Hammer kommen, dann gibt es sowohl reine Saal-Versteigerungen wie Online-Auktionen. Beim Löwenanteil der Fahrzeuge können die Bieter sowohl über das Internet wie per Handzeichen aus dem Saal den Zuschlag bekommen. Als etwa „halbe-halbe“ beziffert Gerbrand den Anteil an den Verkäufen.

Wer vor Ort dabei ist, hat natürlich einen Vorteil. Im Internet zeigen lediglich zwei Fotos das Fahrzeug von innen und von außen. An der Werrastraße können die Profis die Autos gründlich in Augenschein nehmen und auch einen Blick unter die Motorhaube werfen: „Nur eine Probefahrt ist nicht möglich.“ Dafür gilt es dann, bei der Jagd nach dem Wunsch-Objekt im richtigen Moment Vollgas zu geben: Am Dienstag beteiligten sich 121 KFZ-Händler an der Versteigerung von 550 Fahrzeugen.