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Von der Kunst, älter zu werden

Dorsten Einen guten Meter vielfältiger Kultur entfaltete Franz-Josef Stevens, als er gestern mit seinen Mitstreitern Josef Ulfkotte, August W. Langenbrinck und Evelyn Dieckhöfer das neue Programm des Trägervereins Altes Rathaus vorstellte.

01.08.2007

"Im Mittelpunkt stehen diesmal Veranstaltungen, die sich mit den Chancen und Risiken des Älterwerdens auseinandersetzen", lenkt der "Programm-Chef" den Blick auf den Schwerpunkt des zweiten Veranstaltungshalbjahres.

Alter als Chance, nicht als Schicksal zu begreifen, ist auch das Credo von Henning Scherf (Foto). Der ehemalige Bremer Bürgermeister setzt der Angst vor dem eigenen Alter sein optimistisches Bild entgegen: "Grau ist bunt!" heißt sein Vortrag am Donnerstag, 6. Sept.) um 19 Uhr im Alten Rathaus.

Mit der Lebensqualität im Alter und den psychotherapeutischen Hilfen für ältere Menschen beschäftigt sich der Chef der Münsteraner Universitätsklinik für Psychosomatik Prof. Dr. Gereon Heuft (Di., 30. Okt., 19.30 Uhr, VHS).

Sein Münsteraner Kollege Prof. Dr. Gerhard Breloer plädiert in seinem Vortrag dafür, "Dem Alter einen Sinn geben- oder von der Kunst älter zu werden" und stützt sich dabei auf aktuelle Ergebnisse der Altersforschung. (Mi., 14.Nov., 19.30 Uhr, Altes Rathaus). Über "Neues Wohnen im Alter" berichtet Erika Rodenkirchen und stellt dabei das Konzept der Wohnpflegegruppen vor. (Mi., 14. Okt., 16 Uhr, VHS).

Naher Osten

Auf der Tagesordnung bleibt die Beschäftigung mit der Konfliktregion Naher und Mittlerer Osten und das Ringen um ein harmonisches Miteinander von Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft in unserem Land. Mit Prof. Dr. Volker Perthes und der deutsch-türkischen Rechtsanwältin Seyran Ates konnten zwei kompetente Referenten gewonnen werden (So., 16. Sept., 17 Uhr, Altes Rathaus und Di. 16.Okt., 19.30 Uhr, VHS ).

Unverzichtbar bleibt im Programm des Trägervereins die historische Erinnerungsarbeit. 18 Jahre nach dem Fall der Mauer berichtet Gerd Schabowski über "Szenen und politische Facetten aus dem Endzeit-Jahr 1989". Als langjähriger Chefredakteur des SED-Zentralorgans "Neues Deutschland" und Mitglied des ZK und Politbüros der SED verfügt Schabowski über ein großes Maß an Insiderwissen. (Do., 18. Okt., 19.30 Uhr, Altes Rathaus).

Dr. Gerd Koenen, Zeitzeuge und Historiker des sog. Roten Jahrzehnts 1967-77 geht den Hintergründen und politischen Motiven der RAF und den gesellschaftlichen Umbrüchen der 70er Jahre nach. (Mi., 7. Nov., 19.30 Uhr, Altes Rathaus).

Nachdem die "Stolpersteine" von Günter Demnig auch in Dorsten Konjunktur haben, setzt sich Dr. Ulrike Schrader kritisch mit dieser Form des Gedenkens auseinander. (Do., 15. Nov., 19.30 Uhr, Jüdisches Museum).

Lindgren lesen

Die literarischen Programme gelten im Herbst Astrid Lindgren, Joseph von Eichendorff, Günter Eich und jüdischen Märchen. Dem knuffigen Michel aus Lönneberga widmet Rainer Kleinespel zusammen mit Dortmunder Schauspielkollegen das Familienprogramm "Lindgren lesen". (So., 9. Sept., 16 Uhr, Altes Rathaus).

Romantik trifft Moderne in Texten von Joseph v. Eichendorff und Günter Eich. Gelesen und interpretiert werden sie von Günter Vonhoff und Bertold Hanck (So., 28. Okt., 16 Uhr, Altes Rathaus).

Ein Treffen ganz anderer Art versprechen der jüdische Geschichtenerzähler Alexander Kostinskij und der Akkordeonist Florian Stadler bei ihren Erzählungen, mit denen sie die versunkene Welt des Ostjudentums bekannt machen. (Fr., 9. Nov., 20 Uhr, altes Rathaus). Hier, wie bei einigen anderen Veranstaltungen kooperiert der Trägerverein Altes Rathaus mit dem Jüdischen Museum Westfalen und der VHS Dorsten und setzt dabei die erfolgreiche Zusammenarbeit fort.

Besonders glücklich ist der Trägerverein über zwei Programmhöhepunkte:

Sabine Scholt (Foto), Leiterin der WDR-Fernsehredaktion Landespolitik interviewt Armin Laschet, den Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration in NRW. (Mi., 10.Okt., 19.30 Uhr, Altes Rathaus). Zwei Tage später eröffnet der Essener Kulturdezernent Prof. Dr. Oliver Scheytt die Ausstellung des Fotojournalisten Frank Vinken "Essen. Stadt der Kultur" im Alten Rathaus.

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