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Vorbildliche Noten für Antoniusgrundschule

Qualitätsanalyse

DORSTEN Geschafft. Als erste Dorstener Grundschule hat die Antoniusschule in Holsterhausen die mit gemischten Gefühlen erwartete Qualitätsanalyse NRW überstanden - und das mit hervorragendem Erfolg!

von Von Anke Klapsing-Reich

, 16.04.2010

Ausnahmslos mit den besten Noten, den Bewertungsstufen 4 (vorbildlich) und 3 (eher stark als schwach), beurteilten die Qualitätsprüfer den aktuellen Entwicklungsstand der Schule und würdigten die gute Arbeit mit anerkennendem Lob: „So ein gutes Ergebnis haben wir selten!“

Das war der Moment, in dem Schulleiterin Juliane Hilke ein zentnerschwerer Stein vom Herzen fiel: „Darauf haben wir uns im Kollegium erst einmal ein Gläschen Sekt gegönnt!“ Zu Recht, denn die Anspannung, die die Ankündigung der vom Schulministerium seit 2006 verpflichtend eingeführte Qualitätsprüfung in der Heroldstraße 1 auslöste, war nicht zu leugnen. „Zu keinem Zeitpunkt habe ich daran gezweifelt, dass unser Kollegium gut arbeitet, dennoch bleibt die Unsicherheit, ob das auch auswärtige Beobachter zu würdigen wissen“, fühlt sich die Schulleiterin durch das Ergebnis in ihrer Wahrnehmung bestätigt. Auch Viertklässler Justin verspürte eine gewisse Unruhe, als die Gäste durch die Gänge schlichen: „Wer weiß, ob die mal an der Türe lauschen, wenn wir gerade mal nicht so brav in der Klasse lernen?“ Als das Prüfer-Trio in der letzten Schulwoche vor den Osterferien zum dreitägigen Schulbesuch nach Holsterhausen reiste, war es bereits bestens über die Antoniusschule informiert. „Wir waren aufgefordert worden, die in dem Schulportfolio gefragten Angaben zusammenzustellen und die erforderlichen Dokumente dem Qualitätsteam zuzusenden“, arbeitete sich Juliane Hilke durch abgeheftete Papiere, sammelte und aktualisierte Konzepte und verstaute sie in zwei Aktenordnern, die sie prall gefüllt auf die Reise schickte.

Die aufwändige Arbeit habe sich aber gelohnt, urteilt die Schulleiterin in der Rückschau: „Erstens ist jetzt alles top in Ordnung und zweitens hat man sich wieder einmal bewusst gemacht, was wir in unserer Schule so alles machen.“ Schwerpunkt der Qualitätsanalyse sind die Unterrichtsbesuche. „Unsere Lehrerin hat gesagt, wir sollten den fremden Mann in unserer Klasse gar nicht beachten, aber ich musste doch immer zu ihm hinschielen, weil der ständig etwas in seinen Laptop schrieb“, hegte Erstklässlerin Greta anfänglich eine gewisse Skepsis, die bei Melisa beim späteren Mittagessen in der Ganztagsbetreuung verflog: „Ich habe neben dem Mann gesessen und der war richtig nett!“

Die beiden Mädels gehörten auch zu der quer durch alle Jahrgänge ausgesuchten Schülerdelegierten, die von den Prüfern interviewt wurden: „Die wollten wissen, wie wir unsere Schule einschätzen“, vergab Justin von den zur Verfügung stehenden maximal zehn Punkten taktische neun, denn „zehn hätten die mir sowieso nicht abgenommen“. Cedrik überraschte mit 9,9 und Eric ließ sich nicht beirren: Volle 10 Punkte! „Ich hab´ gesagt, dass bei uns jedem sofort geholfen wird, wenn er ´was nicht versteht“, erzählt Ann-Christin. Andere Schüler fanden den Kummerkasten, die Streitschlichter oder den lustigen Referendar Thiemann besonders erwähnenswert. Nach Interviews mit der Schulleiterin, dem Kollegium und der Elternvertretung puzzelte sich das positive Gesamtbild zusammen, das das Qualitätsteam vor der Zustellung des noch ausstehenden schriftlichen Berichts zu der mündlichen Rückmeldung verleitete: „Hier wird richtig gute Arbeit geleistet.“

Die Qualitätsanalyse ist für alle Schulen in Nordrhein-Westfalen seit August 2006 verpflichtend. Ziel ist es, Schulen datengestützte Erkenntnisse über ihre schulische Arbeit zur Verfügung zu stellen, die sie für ihre Weiterentwicklung nutzen können. So dient die Qualitätsanalyse auch der Selbstvergewisserung der Schule, um Schwerpunkte der Arbeit zu bestärken oder zu überdenken. Gegenstand der Analyse sind sechs Qualtitätsbereiche: Ergebnisse der Schule, Lehren und Lernen - Unterricht, Schulkultur, Führung und Schulmanagement, Professionalität der Lehrkräfte, Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung. Diese sechs Bereiche sind in 28 Aspekte gegliedert, die wiederum in 153 Qualitätskriterien konkretisiert sind. Vier Bewertungsstufen (vorbildlich, eher stark als schwach, eher schwach als stark, erheblich entwicklungsbedürftig) bilden den Entwicklungsstand ab. Die Maßnahme wird alle vier Jahre wiederholt.