Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Wache Augen sehen Not der Menschen

24.08.2007

Dorsten Mechthild Breil Wer sich in der Gemeindecaritas engagiert, braucht nicht nur ein großes Herz, sondern auch Standvermögen. Denn manche gut gemeinte Tat bringt nicht auf Anhieb das gewünschte Ergebnis, sondern endet manchmal mit einer Enttäuschung. Dennoch lassen sich Männer und Frauen in der Gemeinde St. Josef nicht entmutigen, schildert (Foto).

Ob es der Krankenhausbesuchsdienst ist, die Hausaufgabenhilfe, die Seniorenbetreuung oder die Momo-Gruppe, die sich um Benachteiligte im Ortsteil Hervest kümmert: An zahlreichen Stellen werden Menschen dem Gebot der Nächstenliebe gerecht.

Caritasausschuss

Koordiniert werden die Aktivitäten vom Caritasausschuss des Pfarrgemeinderates. Das achtköpfige Gremium, dem Petra Barciaga, Bärbel Schürmann, Pfarrer Henryk Walczak, Ingrid Hürland, Herbert und Rita Averkamp, Bettina Punsmann und Markus Hollenhorst angehören, bemüht sich, ein Netz von Hilfsangeboten und Helfern zu knüpfen. Den Krankenhausbesuchsdienst oder die Seniorenbetreuung gab es bevor 2002 der Ausschuss ins Leben gerufen wurde. Die Hausaufgabenhilfe und Momo wurden vom Ausschuss initiiert - mit unterschiedlichem Erfolg. Die Hausaufgabenhilfe, die Grundschulkindern zwei Mal in der Woche eine Nachmittagsbetreuung gewährt, ist zu einem gefragten Angebot in Hervest geworden. Hier arbeitet St. Josef mit der Augusta- und der Albert-Schweitzer-Grundschule zusammen.

"Die Not ist da"

Momo hingegen hat sich nicht so etablieren können. Das liegt weder am mangelnden Engagement des Teams, noch daran, dass es den Menschen in Hervest zu gut geht. "Die Not ist da", so Ausschussmitglied Herbert Averkamp. Jeder Zehnte lebe von Hartz IV. Trotzdem wenden sich nur selten Hilfesuchende an das Momo-Team. Ein Grund dafür, dass die regelmäßigen Sprechstunden nach einem Jahr eingestellt wurden. Momo ist jetzt über das Pfarrbüro erreichbar. "Es ist schwierig, die Hilfebedürftigen und die Helfer zusammen zu bringen', beschreibt Bettina Punsmann das Problem. Die, die der Unterstützung am dringendsten bedürften, stünden der Kirche oft fern. "Umso wichtiger ist es", betont Pastoralreferent Markus Hollenhorst, "dass die Gemeindemitglieder mit wachen Augen auf die Not ihrer Mitmenschen achten."

Im Zusammenwirken mit der Gemeindecaritas könne konkret etwas getan werden. Dabei muss es nicht immer um materielle Hilfe gehen. Oft ist es ein Gespräch, eine Dienstleistung oder die Vermittlung eines Ansprechpartners hei Behörden oder Wohlfahrtsverbänden, die dem Betroffenen den Weg aus der Krise weisen.

Mit langem Atem

Bestimmte Dinge brauchen Zeit, um sich zu entwickeln: Vor Weihnachten hat der Caritasausschuss die Aktion "Wunschbaum" gestartet. Damit wurde Gemeindemitgliedern die Gelegenheit gegeben, Kindern oder Erwachsenen, die dringend etwas benötigen, einen Herzenswunsch zu erfüllen. Die Aktiven hätte sich eine größere Resonanz gewünscht, sehen sich aber auf dem richtigen Weg. Der "Wunschbaum" wird fortgesetzt und soll außerhalb der Weihnachtszeit Früchte tragen. Dazu will die Gemeinde eng mit den drei Schulen und dem Kindergarten zusammenarbeiten.

Neue Lebenswelten

Caritas - das ist Aufgabe jeder Gemeinde, so Mechthild Breil weiter. Aber was tut Caritas? Vieles geschieht von Mensch zu Mensch. In unserer Pfarrcaritas engagieren sich 15 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen. Sie betätigen sich in verschiedenen sozialen Diensten und versuchen, ihren Beitrag zum Aufbau einer lebendigen Gemeinde zu leisten. Ich bin eine dieser 15 Mitarbeiterinnen. Ich arbeite seit über 20 Jahren in der Pfarrcaritas St. Agatha.

Schwerpunkte meiner Tätigkeit sind Aktivitäten im Altenheim St. Anna, Hilfe für Familien und Menschen in Notsituationen, Caritashaussammlung sowie Besuchsdienste bei alten und kranken Menschen an hohen Geburtstagen. Ich bin gerne ehrenamtlich tätig. Auf diese Weise kann ich Kontakte mit Menschen knüpfen, deren Lebenswelt ich bislang nicht kannte.

Lesen Sie jetzt