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Was für´n Sommer?

Dorsten "Sommer? Was für´n Sommer? Den haben wir ja wohl gründlich verpasst." Sabine Metz ist auf den Sommer 2007 nicht gut zu sprechen. Bevor der nämlich richtig in Fahrt kommen konnte, wird er durch sein meteorologisches Ende am heutigen 1. September schon wieder ausgebremst.

31.08.2007

Wenn warme Sonnenstrahlen Sabine Metz´s Nasenspitze kitzeln, blüht sie richtig auf: "Ich bin ein Sommertyp", steigert sich ihr Wohlbefinden, je höher die Temperaturanzeige schnellt. Ein Trost war ihr der Sommerurlaub in sonnigen Gefilden: "Zwei Wochen Mallorca - davon muss ich zehren."

Schaurig

Gewitterwolken dräuen sich auch auf der Stirn von Oliver Sebus zusammen, fragt man ihn nach seinem persönlichen Wetter-Urteil: "Gar nicht zufrieden", verpasst er dem Sommer 2007 eine eiskalte Abfuhr. Schaurig, im wahrsten Sinne des Wortes, sei sein Urlaub gewesen, den er daheim verbracht habe. Und seine geplante Open-Air-Geburtstagsparty wird wohl auch den Bach ´runter gehen: "Gestern bin ich 24 geworden - da wäre eine zünftige Grillfete nicht schlecht gewesen."

"Unser Sommer fand im April statt", zieht Martina Ankara ihr unterkühltes Fazit. Der einladende Pool in ihrem Garten wartete geduldig auf plantschende Wasserratten, doch wegen ausbleibender Besucher langweilte er sich zusehends und blies alsbald gluckernde Blasen des Trübsals. Einziger Lichtblick war da die dreijährige Alliyah der Familie Ankara, die hin und wieder ihr weißes Händchen in sein Wasser tunkte.

Braun gefärbt hingegen sind die Wangen, die zum Gesicht von Axel Baumgärtel gehören. "Ich habe die Tennissaison wunderbar durchgespielt", ließ sich der "Goldschmied" am Markt nicht die Sommerlaune verhageln. Vielleicht sei es Zufall gewesen, dass kein Regentag seine Wettkämpfe auf dem Court trübte, aber allen Unkenrufen zum Trotz, könne er sich nicht bei Petrus beschweren.

Im Herrenkonfektions-Geschäftslokal gleich nebenan betrachtet Siegfried Müller die Wasserflecken an der Decke: "Die Regenmassen des Unwetters kürzlich konnte das Dach einfach nicht packen." Doch diese schnell zu behebenden Schäden trüben die positive Sommerbilanz des Geschäftsmannes nicht: "Gerade weil es nicht so heiß war, lief der Absatz in den Monaten Juni und Juli einfach bombig."

Freud und Leid

Des einen Freud des anderen Leid: "Wer will bei diesem kalten, regnerischen Wetter schon Eis schlecken?", blickt Eismacher Timo vom Eiscafe Bonfiglio am Markt frustriert in ungefüllte Waffelhörnchen. Jetzt hofft die Cafe-Mannschaft noch auf einen Konjunktur ankurbelnden "heißen Herbst". Vielleicht kommt mit September und Oktober ja noch etwas "Sommer" in die Tüte.

Magdalene Kremling hat zum Thema Wetter ihre eigene Philosophie entwickelt: "Man muss die Sommer nehmen, wie sie kommen", propagiert sie positives Denken, "Warum aufregen? Ändern lässt sich ja sowieso nichts..."

Recht hat sie. Genauso wie der weise Mann, der einmal gesagt haben soll: "Besser so ein Wetter als überhaupt keins." sing

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