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Widerstand gegen Bistumspläne wächst in Antonius-Gemeinde

Kirchenfusion

HOLSTERHAUSEN Geschlossen stimmten die Anwesenden der St. Antonius-Gemeinde am Samstag für das Vorgehen des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes und damit gegen die Fusion zu einer Großgemeinde.

von Von Manuela Kanter

, 18.04.2010
Widerstand gegen Bistumspläne wächst in Antonius-Gemeinde

Gut gefüllt war der Gemeindesaal von St. Antonius.

Vorstand und Pfarrgemeinderat hatten eingeladen, um mit der Gemeinde zusammen über die Zukunft von St. Antonius zu sprechen und zu diskutieren. Und Redebedarf besteht, das zeigte der prall gefüllte Pfarrsaal. „Thema heute ist die Zukunft unserer Gemeinde und die Frage, wie wir uns zur Bistumsanordnung stellen“, erklärte Peter Tenbohlen  vom Kirchenvorstand zu Beginn der Veranstaltung. Die St. Antonius-Gemeinde wehrt sich gegen eine Fusion und tritt für die Idee eines Pfarreienverbandes mit St. Bonifatius ein – ein Konzept das bereits gut funktioniert. In der nachfolgenden Diskussionsrunde zeigten sich die Gemeindemitglieder am Samstag solidarisch mit dem Widerstand und dem bisherigen Verhalten des Vorstandes. Nachdem Fragen nach den Konsequenzen einer Fusion sowie nach Möglichkeiten des Widerstandes geklärt worden waren, kamen die Mitglieder zu Wort und äußerten ihre Sorgen und Wünsche. In verschiedenen Wortbeiträgen wurde deutlich, dass die Gemeinde nicht klein beigeben möchte und sehr verärgert über den Umgang des Bistums mit ihrer Pfarrei ist.

So äußerte sich Werner Springer: „Die Kirche bestimmt von oben und übergeht damit den Willen der Gemeinde. Das empfinde ich als nicht mehr zeitgemäß.“ Auch Brigitte Häming äußerte Unverständnis gegenüber dem Verhalten des Bistums: „Ich verstehe nicht, warum etwas geändert werden soll, das so gut funktioniert.“ Zudem wurde die mangelhafte Kommunikation mit dem Bistum und insbesondere dem Bischof stark kritisiert. Andere machten darauf aufmerksam, dass auch eine Fusion nicht die vom Bistum gewünschten Einsparungen brrächte. Die Menschen in der Gemeinde machten deutlich, dass sie nicht in einer Großgemeinde untergehen, sondern ihr Gesicht behalten wollen.

Der ebenfalls anwesende Thomas Westermann vom Pfarrgemeinderat St. Bonifatius erklärte: „Wir sind ebenfalls gegen eine Fusion. Als nächsten Schritt würden wir uns aber erst einmal wünschen, dass sich alle betroffenen Gemeinden zusammensetzen und miteinander reden.“