Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Wilde Wühlerei am Widemweg

15.10.2007

Gahlen Mit einem von Pfarrer Christian Hilbricht geleiteten Gottesdienst in der Gahlener Dorfkirche begann das diesjährige Kartoffelfest des Kindergartens am Widemweg.

Der Gottesdienst unter dem Motto "Sonnenblumen" thematisierte die im Psalm 104 steckende Einsicht, dass Gott alles Leben schenkt und die Menschen ihm dafür danken. Die Kinder saßen mit ihren Erzieherinnen in einem großen Kreis, hielten Sonnenblumen in der Hand und sangen das Lied vom Wachsen eines kleinen Samenkorns. In der Geschichte "Ich, die Sonnenblume", die von der "Ameisen"-Gruppe mit ihren Erzieherinnen Annette Mariß und Irene Woeste einstudiert wurde, mimte Max Pannenbäcker die Sonnenblume, während die übrigen Kinder als Vögel, Sonnenblumen, Regen, Sonne oder Gartenzaun die Szenerie belebten. Stein, Blume und Kerze standen im Mittelpunkt eines Symbolbetens, das die Erzieherinnen Svenja Kelch und Nicole Schiffmann mit den "Bienen" vorbereitet hatten.

Beet bearbeitet

Wer im Frühjahr sät, kann im Herbst ernten. Diese Erfahrung machten 50 Kinder am Nachmittag. Den ganzen Sommer über hatten die Kinder das kleine Kartoffelbeet im Garten von Wildkräutern befreit und dabei beobachtet, wie prächtig sich das Kartoffellaub entfaltete.

Zum Ausbuddeln im kleinen Kartoffelfeld lud Kartoffelkönigin Brit Scholten auch die Eltern und jene Kinder ein, die seit den Sommerferien die Grundschulen besuchen. Sie trafen so auch ihre "alten" Erzieherinnen und Berufspraktikantin Christina Schneider wieder. Nach einem weiteren gemeinsamen Singen konnten es die Kinder kaum erwarten, mit Schüppen und kleinen Spaten jeden Quadratzentimeter des Beetes umzugraben. Wenn die Schüppe nicht ausreichte, wurden die Hände für die große Wühlerei zu Hilfe genommen. Danach wurden die Kartoffeln gewaschen und verarbeitet. Die Kinder ließen sie über dem offenen Feuer schmoren, die Eltern verarbeiteten die Kartoffeln zu Reibeplätzchen, Kartoffelwaffeln, -auflauf oder -brot. Nach dem Essen konnten die Kinder nach Herzenslust auf dem Gelände herumtoben.

Neues Schiff getauft

Im Verlauf des Festes wurde auch das neue hölzerne Schiff auf den Namen "Die wilden 50" getauft. Den Taufakt erlebten auch die ehemalige Erzieherin Daniela Falke und ihr Töchterchen Marie mit. In der Turnhalle wurden Dias aus dem vergangenen Kindergartenjahr gezeigt.

Die Gartenarbeit, die im Gahlener Kindergarten seit den frühen 1990er-Jahren praktiziert wird, soll den Kindern zeigen, dass sich in der Natur ein immerwährender Prozess zwischen Säen und Ernten, Wachsen und Vergehen vollzieht. Sie erfahren zudem, dass Kartoffeln nicht in der Gemüsetheke des Supermarktes wachsen, sondern in der Erde während eines längeren Zeitraumes, der den Gärtnern eine Menge Arbeit abverlangt. H.Sch.

Lesen Sie jetzt