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Wo heiße Luft entweicht

Dorsten "Für einen Energieberater ist jedes Grad Unterschied eine kleine Welt."

23.10.2007

Klaus Witzisk hat nicht nur einen ungewöhnlichen Nachnamen, sondern auch einen eher seltenen Beruf. Er ist Thermograph. Der Raesfelder hat zusammen mit der städtischen Wirtschaftsförderung in Dorsten (WinDor) und der Umweltabteilung der Stadt Dorsten ein Angebot entwickelt, das sich an mittelständische Unternehmen richtet.

Dabei geht es - fast schon logischerweise - um Thermographie. Dabei werden mit Hilfe einer Infrarot-Kamera Aufnahmen gemacht, die die energetischen Schwachstellen eines Gebäudes aufzeigen, kurz gesagt, Stellen, an denen Wärme und Energie verschwendet wird. Die Oberflächen der unterschiedlichen Objekte werden in verschiedenen Farben dargestellt. Rot bedeutet hohen Wärmeverlust, bei blau bis violett ist alles in Ordnung.

Auf Schäden hinweisen

"Wir wollen zunächst einmal die Unternehmen sensibilisieren, das heißt auf mögliche Schäden aufmerksam machen", erklärt Witzisk. Dafür bietet er mit seinen Partnern ein Basis-Paket mit mindestens zehn Aufnahmen an. Diese können allerdings nicht zu jeder Zeit gemacht werde. "Es muss kalt, dunkel und nicht neblig sein", erläutert der Raesfelder, wie er es am liebsten hat. Bei anderen Bedingungen wären die Aufnahmen nicht repräsentativ. Obwohl er mit seiner Kamera auch die kleinsten Unterschiede erkennen kann. "Differenzen von 0,03 Grad werden dargestellt", bestätigt der Thermograph.

Überzeugt von diesem Angebot ist auch Dagmar Stobbe von der Umweltabteilung. "Der Bedarf ist da, wir haben diese Aktion schon für private Haushalte durchgeführt, das ist gut angekommen. Nun sind vor allem mittelständische Betriebe gefragt. "Wir haben 200 Unternehmen angeschrieben, hoffen aber, dass sich noch mehr entschließen, etwas für die Umwelt zu tun", betont Aneta Krzyzanowska-Marx von WinDor.

Wenn die Aufnahmen erst einmal im Kasten sind, entscheiden die Unternehmen, wie es weiter geht. "Wir zeigen erst einmal die Mängel nur auf. Bei möglichen Schäden beraten und vermitteln wir auch gern weiter", erläutert Witzisk den Ablauf. Danach, meint er, "sollte aber ein Fachmann ran", damit die Mängel auch richtig behoben werden und nicht an anderer Stelle erneut Energie verschwendet wird. DM

Weitere Informationen unter Tel. 663450 oder 663520 sowie 663523 oder im Internet: www.win-dor.de

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