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Würdevolle Bestattung muss möglich sein

17.10.2007

Dorsten "Der Tod des Obdachlosen und die anschließende Feuerbestattung in Hamm haben gezeigt, dass man auch in Dorsten die Möglichkeit für eine würdevolle und kostengünstige Beerdingungsform braucht", stellt Werner Niermann, Leiter des CDU-Arbeitskreises "Trauern und Friedhöfe", nach der Berichterstattung in der Dorstener Zeitung fest.

Die CDU sei sich zwar sicher, dass man auch im Falle des verstorbenen Obdachlosen eine Beerdigungslösung in Dorsten gefunden hätte, wenn man sich früh genug mit der Verwaltung in Verbindung gesetzt hätte, dennoch sehen die Christdemokraten Veränderungsbedarf. "Die gesetzliche 7-Tages-Frist stellt die Kommunen schon unter erheblichen Zeitdruck", so Niermann.

Teilanonymes Feld

"Wir können uns für solche Fälle gut ein teilanonymes Gräberfeld auf einem städtischen Friedhof vorstellen. In diesem Fall soll es möglich sein, dass man dort auch eine Urnengrabstelle mit einer kleinen Steintafel mit dem Namen des Verstorbenen versehen könne", sagt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Nach Meinung der Christdemokraten könne man so dem Gesetz, dass bei mittellosen und Menschen ohne Angehörige, die preisgünstige Form vorschreibe, aber auch der Würde des einzelnen Menschen gerecht werden. "Dass man dabei die Grabstelle mit einem Namensschild versehen kann, ist für uns sehr wichtig. Freunde, wie im Fall des Obdachlosen, hätten so eine konkrete Stelle des Trauerns", so Niermann.

Darüber hinaus sei es Ziel der Union, dass durch eine Anpassung der Friedhofsstruktur auch in Zukunft die Erdbestattung für den Normalbürger bezahlbar sein müsse. "Eine normale Erdbestattung darf nicht zum Luxus werden", formuliert Stockhoff eine Kernforderung der Union.

Unterstützung

Bürgermeister Lambert Lütkenhorst (CDU) unterstützt die Anregung der Christdemokraten und auch die Initiative der Union, in übergeordneten Gremien für eine Änderung des Gesetzes zu werben, so dass auch in Zukunft "Sozial-Erdbestattungen" für mittellose Menschen möglich sein sollen.

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