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Zähe Suche von Erfolg gekrönt

19.10.2007

Gahlen Die jahrelange Recherche hat sich gelohnt. Die beiden Aktien der Maschinenbaufirma Kirchner, die der Gahlener Diplom-Ingenieur Joachim Gilhaus aus Süddeutschland bekommen hat, passen zum Maschinenbestand der Leipziger Firma, die im ehemaligen Stellmachergebäude der Familie Gilhaus an der Gahlener Kirchstraße lagern und ein in der Region wohl einmaliges Denkmal der Handwerksgeschichte darstellen.

Viele Maschinen

Joachim Gilhaus` Großvater Johann Gilhaus verdiente als Stellmacher und Schreiner seinen Lebensunterhalt. Die meisten Maschinen und Gerätschaften sind erhalten geblieben und warten darauf, irgendwann einmal in einem Museum gezeigt zu werden. Teile der alten Werkstatt nutzt der 51-jährige Joachim Gilhaus als Hobby-Werkstatt.

Ein fast kaum überschaubares Arsenal an Werkzeugen und Maschinen steht dem Hobby-Handwerker zur Verfügung. Grund genug für Joachim Gilhaus, die Geschichte der Firma Kirchner kennen zu lernen, die nach dem Krieg ihre Produktion eingestellt hat.

Im Jahre 2002 begann er mit seiner Recherche. In der Bibliothek des Deutschen Museums in München wurde er fündig. Als Joachim Gilhaus erfuhr, dass die Firma Kirchner eine Aktiengesellschaft war, machte er sich auf die Suche nach ehemaligen Aktien. Im Frühjahr 2006 erfuhr er über eine Konstanzer Firma für Antiquitäten und Sammlerbedarf, dass es noch Aktien bei der Deutschen Reichsbank gegeben haben soll.

"Dann muss man sie auch finden können", dachte sich Joachim Gilhaus und nahm Kontakt zu einer Würzburger Firma auf. Sie versprach, nach Aktien der Firma Kirchner Ausschau zu halten. Bei einer Versteigerung im Juli tauchten in Amerika tatsächlich zwei Aktien auf. Joachim Gilhaus zögerte nicht lange und erwarb sie. H.Sch.

Joachim Gilhaus ist überzeugt, dass es auch in der Leserschaft der "Dorstener Zeitung" Personen gibt, die Erinnerungsstücke an die Firma Kirchner aufbewahren, und bittet um eine entsprechende Mitteilung unter Tel. 02853/ 3210. Alle Sammelstücke sollen in eine geplante Ausstellung und vielleicht eines Tages auch in ein Museum einfließen.

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