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Dorstener treffen auf namhafte Gegner

Tennis

DORSTEN Die Herrenteams des Dorstener TC und des TV Feldmark treffen in der neuen Saison auf prominent besetzte Gegner.

14.04.2010

Dorstener TC Zu früh gefreut. Bei Veröffentlichung der Auslosung durch den Westfälischen Tennisverband deutete DTC-Kapitän Marcel Schröder an, dass er seiner Mannschaft durchaus einen Spitzenplatz in Westfalens Elite-Liga zutraut. Nach Veröffentlichung der namentlichen Aufstellung muss er diese Aussage revidieren. „Wenn ich sehe, welches Personal unsere Gegner in der Westfalenliga aufbieten, war das etwas voreilig“, sagt Schröder. Der Dorstener Mannschaftsführer ist Realist. „Wir müssen wahrscheinlich drei Siege einfahren, um die Klasse zu halten. Das wird gar nicht so einfach“, so Schröder. Gleich zu Beginn will der DTC gegen Rechen Bochum unbedingt mit einem Sieg starten. Die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet stuft Marcel Schröder als vermeintlich schwächstes Team der Liga ein.

Eintracht Dortmund, Dorstens zweiter Gegner, bietet an eins mit dem Österreicher Daniel Köllerer die momentane Nummer 73 der ATP-Weltrangliste auf. Nummer zwei beim Team aus der Bierstadt ist der Schwede Andreas Vinciguerra, der 2001 auf Platz 33 der Weltrangliste geführt wurde und immer noch zu den 250 besten Tennisspielern der Welt gehört. Gegen den dritten Gegner Westerkappeln rechnet sich Schröder wiederum gute Siegchancen aus. „Wenn wir mit zwei Siegen aus den ersten drei Spielen in die Saison starten, können wir gelassener nach vorne schauen. Aber generell ist in dieser Liga natürlich jeder Gegner sehr schwer zu spielen“, sagt der 31-Jährige.

Das gilt erst recht für die Bundesliga-Reserven von Blau Weiß Halle und dem TV Espelkamp Mittwald. Verstecken muss sich Dorsten jedoch vor keinem Gegner. Ohne Frage leistet sich auch der Dorstener TC im Jahr 2010 den stärksten Kader der Vereinsgeschichte. Der Australier Patrick Ganet ist schon seit einigen Wochen in Dorsten und steht hinter Kim Möllers und Ralf Wilmink auf Position drei. Marcel Schröder ist die etatmäßige Nummer vier, Florian Schlücker spielt auf der fünf, Tobias Deventer und Bernhard Breloer werden sich auf Position sechs abwechseln. Top-Tennis auf nationalem Spitzeniveau ist daher garantiert. Und für die Dorstener Tennisfans kommt die Auslosung gerade recht. Mit Halle II, Espelkamp II und Eintracht Dortmund geben die drei absoluten Top-Teams der Liga ihre Visitenkarte in der Lippestadt ab. Eine volle Anlage ist an allen drei Heimspieltagen garantiert.

TV Feldmark

Die Herren des TV Feldmark backen nach Bekanntgabe der namentlichen Mannschaftsaufstellung kleine Brötchen. Bis auf die Teams aus Bielefeld treten alle Verbandsliga-Mannschaften mit hochkarätigen Importspielern an. Ob am Ende der erhoffte Westfalenliga-Aufstieg steht, ist daher mehr als ungewiss. „Wir mussten allein schon deshalb aufrüsten, weil wir sonst in dieser Liga nicht bestehen können“, sagt André Albert. In der Tat scheinen die Verbandsliga-Vereine nicht gerade Geldprobleme zu haben. Die Anzahl der gemeldeten Ausländer ist imposant. Mit vier Import-Spielern ist der TV da nur im Mittelfeld. Und wenn nicht alles optimal läuft, könnte am Ende auch nur ein Mittelfeldplatz im Sommer herausspringen. „Gütersloh und Dortmund II sind wirklich bärenstark besetzt. Auch Datteln mit drei Rumänen ist eine Hausnummer“, so André Albert. Aber natürlich will der Kapitän vor der Saison seine Mannschaft nicht zum Außenseiter erklären. „Wir starten mit zwei Heimspielen. Wenn wir die für uns entscheiden, haben wir Rückenwind. Und mit jeweils zwei Ausländern müssen uns auch die Favoriten erstmal schlagen.“

Dass die Spielzeit mitunter teuer werden kann, weiß Albert. Denn ohne den Einsatz der spanischen Spitzenkräfte Jordi Munoz und Gerard Gallego tendieren die Aufstiegschancen gegen Null. Beide Spieler müssen zu jedem Heimspiel aus Barcelona eingeflogen werden. Sind die Jungs von der iberischen Halbinsel am Start, verfügt der TV Feldmark jedoch über eine starke und ausgeglichene Mannschaft, die sich keineswegs verstecken muss. Gerade die Youngster Lennart Zynga und Jannik Brozio, die vom Halterner TC an den Wilhelm-Norres-Weg gewechselt sind, haben im Winter bereits in der Westfalenliga bewiesen, dass sie höheren Aufgaben genügen. Gerade Zynga und Brozio können an den hinteren Positionen in den Top-Spielen den Unterschied machen. Der Aufstieg scheint trotz der starken Konkurrenz möglich.