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26 Jahre Einsatz für Körne

Körne Gut 26 Jahre lang war Heinz Gerlinger der 1. Vorsitzende des Gewerbevereins in Körne. Am Mittwoch verabschiedete er sich und übergab das Amt seinem Nachfolger Marc Prüsener.

20.04.2010

"Das ist mir nicht ganz leicht gefallen. Der Gewerbeverein ist ja fast so was wie mein Kind. Man kann fast sagen, dass ich knapp die Hälfte meines Lebens dort tätig war", erzählt Gerlinger. Der Rechtsanwalt feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag und hat mehrere Gründe für den Rückzug: "Zum einen ist es an der Zeit. 26 Jahre sind sehr lange, und ich stehe dem Verein auch weiterhin als Berater zur Seite. Aber die Arbeitsbelastung ist sehr hoch, und ich möchte auch wieder mehr Zeit für meine Familie haben. Ich denke auch, dass jetzt jemand, der noch jünger ist und neue Ideen hat, diese Aufgabe übernehmen kann."

Auf der Suche

Recht unverhofft kam Heinz Gerlinger im Januar 1984 in den Gewerbeverein. "Nachdem Kurt Brattke 1983 überraschend verstorben war, suchte der Verein einen neuen Vorsitzenden. "Lutger Grützner, einer der Vereins-Initiatoren, sagte mir, dass es doch gut wäre, einen Anwalt in Körne zu haben. Ich wollte mich sowieso örtlich verändern, baute mir in Körne eine Kanzlei auf und wurde dann schnell zum 1. Vorsitzenden gewählt. Die komplette Verantwortung hatte ich aber nicht sofort, sondern ich bin über Jahre in die Aufgabe hineingewachsen", schildert er. Es folgten viele Projekte, bei denen Heinz Gerlinger kräftig mit anpackte.

Körpereinsatz

Mit vollem Körpereinsatz schlüpfte der Vorsitzende zu Weihnachten sogar in die Rolle des Knecht Ruprecht für die Kinder.

Es gab auch schwierige Themen. "Der Abriss der Matthäuskirche war beispielsweise ein großer Verlust für den Stadtteil, und auch die Einführung des Euro wurde bei Versammlungen besprochen, weil man nicht wusste, was auf einen zukommt" so Gerlinger.

Insgesamt verabschiedet sich der 1. Vorsitzende mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Wenn Aktionen wie der Körner Treff waren, der in diesem Jahr zum 27. Mal stattfindet, oder der Weihnachtsmarkt, war es manchmal schon ein Knochenjob. Aber meistens hat mir die Arbeit viel Spaß gemacht, was natürlich zum Großteil an den Leuten aus dem Stadtteil und an dem Team lag, die in Körne alle etwas bewirken wollen."

Jenny Heß