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30 Millionen auf einen Schlag für die OW III a

Fehlemann beleuchtete Verkehrspläne

23.05.2007

Scharnhorst So richtig Tacheles redete Stadtdirektor im Ruhestand Klaus Fehlemann vor der CDU-Ratsfraktion, die diesmal «vor Ort» in der Gesamtschule Scharnhorst war. Sein trockener Humor strapazierte die Bauchmuskeln der Unionspolitiker, denen allerdings manchmal das Lachen im Halse stecken blieb, wenn nämlich Fehlemann, der Vorsitzender der Verkehrskommission beim Regionalrat Arnsberg ist, städtische Planungen mit der harten Realität konfrontierte. Der bisherigen OW III a konnte Klaus Fehlemann immerhin abgewinnen, dass mit ihr und der Westumgehung Asseln «das furchtbare Gegurke» über die Asselburgstraße ein Ende habe und bald ein wichtiger Anschluss an die B 1 geschaffen werde. Dann kam Ernüchterndes zum Weiterbau nach Osten: «Sie stehen mit der Planung ganz am Anfang.» Und als Nachschlag: «Ich glaube nicht, dass sie noch eine Landesstraße wird.» Berlin wolle nur noch die Autobahnen behalten, viele heutige Bundesstraßen könnten in Landesbesitz wechseln, das Land gebe Straßen an die Kommunen ab. «Damit haben Sie dann die Förderungs-A...karte gezogen.» Auch müssten sich die Verantwortlichen darüber im Klaren sein, dass, wenn von Dortmunder und Unnaer Seite gleichzeitig gebaut werden solle, mit einem Schlag 30 Millionen Euro gebraucht würden. Auf Unna entfalle der noch teurere Part, da dort die Autobahn nach Münster überquert werden müsse. Bei der Gneisenau-Allee, der wichtigen, bisher nur auf Plänen und Klarsichtfolien schwungvoll durchgezogenen Verkehrsader für die Entwicklung der Zechenbrache, befürchtet Fehlemann, dass die Ruhrkohle AG, wenn sie an die Börse geht, kein Geld zur Vorfinanzierung geben werde. In Sachen Beseitigung des Husener Bahnübergangs schockte er mit der Aussage, dass die Bahn ein neues Planfeststellungsverfahren wolle. Er kritisierte das Eisenbahnbundesgesetz, wonach die Stadt ein Drittel der Kosten, etwa 7 Mio. , tragen müsse. «Die Bahn will doch dort mit 170 km/h entlangbrausen.» Seine Prognose: Baubeginn frühestens 2009, «vielleicht zu Nikolaus». CDU-Ratsfraktionssprecher Frank Hengstenberg bemängelte die «zergliederte Förderlandschaft» und forderte eine klare Prioritätensetzung der Politik. u.b.

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