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3500 trifft jährlich der ?Schlag?

Wichtig: Bei Risikofaktoren Blutdurchfluss in den Hals-Arterien untersuchen lassen

16.05.2007

Kennen Sie sich genau? Können Sie Fragen nach Ihrem Gewicht beantworten, Ihrer Größe, dem Body Mass Index (Körpermaßeindex)? Sind sie Raucher oder Exraucher? Kamen Schlaganfall oder Herzinfarkte in der Familie vor? Wie hoch sind der Blutdruck, der Cholesterinwert und Blutzucker? Die Fragen stammen vom Risikobogen der Dortmunder Schlaganfall-Hilfe. Je nach Antworten raten Neurologen, aber auch Kardiologen zur so genannten Doppler-Untersuchung, der Sonografie (Ultraschall) der Halsschlagader. Sie tut nicht weh und dauert nicht lange. Dennoch schlängelten sich die Wartenden gestern wieder quer durch die Berswordthalle. Beim alljährlich wiederkehrenden Dortmunder ?Tag des Schlaganfalls? sind erwartungsgemäß gerade die Aktionsstände fürs Blutdruckmessen und Ultraschallmessung stark nachgefragt. Gernot Rudel, Oberarzt in der Neurologischen Klinik am Klinikum Mitte, erfährt dabei jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig diese Angebote sind. Von rund 150 untersuchten Besuchern fänden sich im Schnitt bei vier bis zehn pathologische Befunde. Bei ihnen hätten sich Hinweise ergeben auf Stenosen, also Engstellen in der Halsschlagader. Die häufigste Form des Schlaganfalls ist das plötzlich auftretende herdförmige Defizit infolge einer mangeldurchblutungsbedingten Hirnkreislaufstörung. Zwei Drittel der Betroffenen sind über 70 Jahre alt. In Dortmund müssen jährlich etwa 3500 Patienten mit Schlaganfall behandelt werden. In 60 Prozent aller Fälle sind Frauen betroffen. Rund 500 Patienten jährlich kommen in die Stroke Unit, der Spezialstation für Schlaganfall am Klinikum Mitte. Die jüngste Patientin sei 26 Jahre alt gewesen, so Chefarzt Prof. Dr. Michael Schwarz, die älteste 93. Das Risiko, einen zweiten Schlag zu bekommen, gerade in der Zeit direkt nach der Ersterkrankung, sei leider sehr hoch. Also: Bei dem geringsten Verdacht, sofort den Rettungsdienst rufen unter 112. Notärzte und Sanitäter betonen, es sei wichtig, wenn Angehörige gleich mit ins Krankenhaus fahren würden. Viel wichtiger, als den Schlafanzug einzupacken. bö Die Schlaganfall-Hilfe hat zur Früherkennung eine DVD herausgebracht mit kurzen Filmsequenzen über die Symptome. Sie ist für eine Schutzgebühr von 1 Euro erhältlich im Service Center der Ruhr Nachrichten, Westenhellweg 86-88. Nur die Info-Broschüre hierzu ist momentan leider vergriffen.

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