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500 Klicks in der Minute

Die Kontrahenten konzentrieren sich. Dann geht es los. Zwanzig Minuten lang bringen sie Höchstleistung. Dann steht der Sieger fest. Im Publikum verfolgen über 1000 Zuschauer gebannt den Wettkampf.

21.10.2007

Die Menschen haben sich am Freitagabend in der Westfalenhalle versammelt. Eingeladen wurde zum "Friday Night Game". Es herrscht eine Atmosphäre wie bei einem sportlichen Großereignis. An diesem Abend geht es aber nicht um Sport, sondern um Computerspiele.

Vorbei sind die Zeiten, als man einsam zu Hause vor seinem Computer saß. Heute stehen sie im Mittelpunkt von Großereignissen, die tausende von Zuschauern begeistern. Die Wettkämpfer sind professionelle Spieler. Sie beziehen monatliche Gehälter und sind in einer Liga, der Electronic Sports League organisiert. Am Ende der Saison geht es um ein Gesamtpreisgeld von 170 000 Euro.

Auch an diesem Abend ist alles wie beim Sport. Die Spieler treten unter Wettkampfbedingungen gegeneinander an. Schiedsrichter überwachen den fairen Ablauf der Partie, Moderatoren kommentieren die Spielzüge. Gelingt einem Spieler ein raffinierter Zug, jubelt das Publikum begeistert. Die Zuschauer verfolgen das Geschehen auf mehreren Bildschirmen.

Neu ist das Ganze nicht. In Asien gibt es diese Form der Unterhaltung schon seit Jahren. Sie hat dort ganz andere Dimensionen als hier. In Südkorea können Profispieler Millionenbeträge gewinnen. Die Besten werden wie Popstars gefeiert. Länder wie China, Südkorea und Taiwan erkennen professionelles Spielen offiziell als Sportart an.

Marco Wenning, PR-Manager des Veranstalters Turtle-Entertainment, wünscht sich dies auch für Deutschland. "Computerspielen auf diesem Niveau ist körperliche und geistige Höchstleitung. Champions schaffen bis zu 500 Mausklicks in der Minute" erklärt er. Die meisten professionellen Spieler sind nicht älter als 25 Jahre. Darüber lässt die Hand-Augen-Koordination nach. Nie

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