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70 Prozent der RN-User sind keine Rotlichtsünder

Abstimmungsergebnis

BRACKEL Sie sind im Zeit-Stress? Und der Verkehr rollt mal wieder nicht? Da winkt plötzlich eine Abkürzung. Nicht immer legal. Nutzen Sie die und ignorieren sämtliche Verkehrsregeln? RN-User haben abgestimmt: <strong>70 Prozent</strong> halten das Abkürzen für nicht in Ordnung.

07.04.2010
70 Prozent der RN-User sind keine Rotlichtsünder

Die Ampel in der Oesterstraße ist rot: Einige Autofahrer warten, die anderen kürzen ab.

Verena Horstkötter, Pächterin der Tankstelle, muss tagtäglich das "Autokino" beobachten, mal minütlich, mal weniger oft. „Wenn die Leute mit quietschenden Reifen hierüber fahren, ärgere ich mich“, sagt Verena Horstkötter. Viele Autofahrer nehmen den kürzesten Weg und biegen von der ersten Zufahrt auf den Brackeler Hellweg. Einige fahren, vorbei an den Zapfsäulen, über das gesamte Tankstellen-Gelände.

Und das oft in einem Affentempo. „Viele fahren mit 50 oder 60 km/h über die Tankstelle“, sagt Verena Horstkötter. „Da muss nur mal plötzlich ein Kind aus dem Shop kommen und schon ist es passiert.“ Bis jetzt habe es aber, „toi, toi, toi“, deswegen noch keinen Unfall gegeben. So sehr Verena Horstkötter sich auch über die Raser ärgert, hat sie trotzdem ein wenig Verständnis für die Autofahrer, die es eilig haben. „Man kann es nicht verhindern“, meint Verena Horstkötter. Deswegen sieht sie von Anzeigen ab.  

Laut Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch wird das Abkürzen wie ein Rotlichtverstoß geahndet: 200 Euro Bußgeld plus Gebühren, 4 Punkte in Flensburg, der Führerschein ist für einen Monat weg. Aber: „Eine Ausrede ist ja schnell gefunden“, weiß Verena Horstkötter. „Zum Beispiel: Ich wollt mir erst ’ne Cola kaufen und hab‘s mir dann anders überlegt.“ Sie wisse ja nicht immer, wer im Auto sitzt: „Ich möchte ja meine guten Kunden nicht vergraulen.“ Verena Horstkötters Bitte: „Wenn Sie schon die Abkürzung über die Tankstelle nehmen, dann bitte in Schrittgeschwindigkeit.