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80 Mal Kinderporno-Verdacht

DORTMUND Im Zuge der bundesweiten Polizeiaktion gegen Kinderpornografie im Internet sind auch Dortmunder in das Visier der Ermittler geraten: „Mittlerweile gibt es knapp 80 Verdachtsfälle in der Stadt“, bestätigte Dr. Ina Holznagel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

von Von Andreas Wegener

, 28.12.2007
80 Mal Kinderporno-Verdacht

Wie dieser LKA-Beamte müssen auch zwei Polizisten aus Dortmund kinderpornografische Bilder auswerten.

Etwa die Hälfte der Ermittlungsverfahren konnte jedoch schnell eingestellt werden, weil die Betroffenen nur wenige Sekunden auf den Webseiten mit den abstoßenden Fotos gewesen seien. „In diesen Fällen gehen wir davon aus, dass die Seiten nur versehentlich aufgerufen wurden oder die Nutzer kein Interesse an den kinderpornografischen Inhalten hatten“, erläutert die Oberstaatsanwältin.

Bei 39 Computerbesitzern sah das anders aus – nachdem die Polizei den Standort ihrer PCs ermittelt hatte, stellte das Amtsgericht Durchsuchungsbeschlüsse aus. „Die Ermittlungen dauern an, die Polizei muss die beschlagnahmten Dateien jetzt mühsam auswerten“, so Holznagel.

 Zwei Sachbearbeiter im Präsidium an der Markgrafenstraße haben die unangenehme Aufgabe, sich die perversen Pornobilder einzeln anzusehen. „Diese Tätigkeit ist für die Kollegen sehr belastend, das kann nicht jeder machen“, erklärte Wolfgang Wieland, Pressesprecher der Dortmunder Polizei.

Wie viele Fälle von Kinderpornografie die Behörde insgesamt bearbeitet, konnte Wieland am Freitag nicht feststellen. „Allerdings stellen wir einen starken Anstieg fest.“ Anzeigen kämen häufig auch aus dem Ausland – die Hinweisgeber sind neben Betreibern und anderen Behörden auch private Nutzer.

Wie berichtet, soll die „EK Himmel“ inzwischen gegen rund 12.000 Verdächtige ermitteln. Die Polizeiaktion kam ins Rollen, als ein Berliner Internet-Provider auf seinen Servern einen ungewöhnlich hohen Datentransfer registrierte und herausfand, dass von dort aus kinderpornografische Dateien heruntergeladen wurden.

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