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Abschied von "Alttechnologie"

12.10.2007

Der Streit um die Beteiligung der Dortmunder Energie und Wasser (DEW) am Neubau eines Kohlekraftwerks in Hamm geht weiter - auch wenn selbst die Gegner nicht mehr daran glauben, den DEW-Einstieg verhindern zu können.

Ob es im Rat noch einmal zu einer Debatte und einem Beschluss kommt, ist offen. Denn die Weichen für den DEW-Einstieg wurden bereits in der Gesellschafterversammlung und im Aufsichtsrat des Unternehmens gestellt. Trotzdem treffen sich die Koalitionspartner SPD als Befürworter und die Grüne als Gegner der Beteiligung in der kommenden Woche noch einmal zu einem Krisengespräch. Das rotgrüne Bündnis dürfte aber nicht mehr auf dem Spiel stehen.

Derweil bekommen die Grünen Schützenhilfe vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Er sieht die Beteiligung als "umwelt- und gesundheitspolitisch unverantwortlich" an und fordert von DEW und SPD den sofortigen Ausstieg aus der "Alttechnologie". "Eine nicht mehr zeitgemäße Dreckschleuder", findet BUND-Umweltexperte Dieter Güttmann. Die beiden neuen Kraftwerksblöcke würden 8,9 Tonnen CO 2 pro Jahr ausstoßen und 40 Prozent der erzeugten Wärme ungenutzt an die Atmosphäre abgeben.

Unabhängig von der Frage, ob ein Ratsbeschluss zur DEW-Beteiligung nötig ist, fordert der BUND die Ratsfraktionen - allen voran die SPD - auf, umweltfreundliche Alternativen zur Beteiligung am Hammer Kohlekraftwerk zu prüfen. Oli

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