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Acht Jahre in Betrieb

26.10.2007

Die Kokerei Kaiserstuhl schrieb auf ungewöhnliche Art ein Stück Industriegeschichte. 1992 ging sie auf dem Gelände der Westfalenhütte nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit als Nachfolgerin einer früheren Kokerei in Betrieb. Sie galt als modernste Kokerei Europas. Die Ruhrkohle hatte für den Bau der Großkokerei, die bis zu 5600 Koks pro Tag produzierte, 1,2 Mrd. Mark investiert. Trotzdem wurde sie nach nur acht Jahren Betriebszeit im Dezember 2000 stillgelegt.

Ungewöhnlich war auch der Abbau der Anlagen: Sie wurden 2003/2004 von Chinesen demontiert und ins Reich der Mitte verschifft, wo sie seit Juni 2006 wieder Koks produzieren.

Die Überreste mit den Koksbatterien und den Kaminen weichen nun der Neuplanung des Westfalenhütten-Geländes. Nach dem städtebaulichen Konzept ist das Areal inmitten der Westfalenhütte als Erweiterungsfläche für den industriellen Kernbereich vorgesehen, der von ThyssenKrupp-Stahl betrieben wird. Nach der Sprengung der Schornsteine an diesem Wochenende werden die Rest-Gebäude 2009 abgerissen. Oli

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