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Ärztin glaubte mutmaßlichem Opfer

13.12.2007

Die Nebenklägerin saß gestern mit Tränen in den Augen im Gerichtssaal. Nochmals musste sie sich mit den Einzelheiten ihrer mutmaßlichen Vergewaltigung auseinander setzen: Der Angeklagte wurde zwar im März vom Amtsgericht zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, allerdings legten sowohl er als auch die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Seit Ende November läuft nun der Prozess vor dem Landgericht.

Gestern wiederholte die Frau unter Ausschluss der Öffentlichkeit, was sich an jenem Juni-Abend während der WM 2006 zugetragen haben soll. Laut Anklageschrift soll der Mann die völlig betrunkene, fast ohnmächtige und damit wehrlose Frau in einer Wohnung in Kirchlinde vergewaltigt haben, während ein Freund und eine weitere Frau ein WM-Spiel im Nebenzimmer anschauten. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe - alles sei einvernehmlich abgelaufen, die Frau sei erst später bewusstlos geworden. Eine 16-Jährige, die damals anwesend war, sagte gestern jedoch aus, dass die Frau zumindest unmittelbar nach der Tat schon bewusstlos gewesen sei.

Im Prozess wurde auch eine Medizinerin vernommen, die die Frau nach dem Geschehen betreut hatte. "Sie weinte sehr viel und sprach ständig über die Vergewaltigung", erinnerte sich die Ärztin. Sie habe die Schilderungen für glaubhaft gehalten.

Der Prozess wird nächste Woche fortgesetzt. if

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