Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Am Anfang war der Stellplatz

19.08.2007

Eichlinghofen Die Mieter des Hauses mit der Nummer 16 im Stortsweg können nur noch mit den Köpfen schütteln. Seit drei Tagen befindet sich auf der Straße vor ihrer Haustür eine neu eingezeichnete Parkbox.

In strahlendem Weiß hebt sie sich von der Fahrbahn ab und bietet Platz für zwei Fahrzeuge. Ganz im Sinne der Anwohner sollte man meinen. Doch in diesem Fall sind diese zwei Parkplätze eher kontraproduktiv, so zumindest die Ansicht von Rainer Brinkmann, der seit fünf Jahren in dem Mehrfamilienhaus wohnt. "Es ist völlig unsinnig hier eine Parkbucht einzurichten". Auch Jens König, ebenfalls Mieter im Haus Nummer 16, zeigt sich verständnislos. "Die Straße wird hier zu einem gefährlichen Engpass, da auch auf der gegenüberliegenden Seite geparkt wird." - Trotz Halteverbot.

Die nun zusätzliche Verengung der Fahrbahn ist aber nicht der Hauptgrund für den Ärger. Der befindet sich auf dem Gehweg in Form von drei Absperrbügeln, die die Stadt vor einiger Zeit anbringen ließ, um das Parken dort zu unterbinden. Und jetzt wird es kompliziert, denn prinzipiell lässt sich gegen diese Maßnahme auch kein Einwand erheben, doch in diesem Fall wurde es ein Eigentor. "Der Eigentümer des Hauses hatte zuvor vor der Haustür Stellfläche für fünf Fahrzeuge geschaffen", erklärt Brinkmann.

Dann wurden die Bügel eingesetzt und erlaubten nicht mehr die mittige Zufahrt auf die Parkfläche. Das Ergebnis - aus fünf Stellplätzen wurden drei, da das Parken nur von der Kopfseite möglich war.

Anstatt nun aber, wie von den Mietern erhofft, die Absperrbügel auf dem Gehweg zu entfernen und die gesamte Parkfläche wieder nutzbar zu machen, wurden auf der Fahrbahn vor dem Haus zwei Stellflächen eingezeichnet. Die Folge - völliges Unverständnis der Anwohner, denen doch zuvor eben diese zwei Stellplätze genommen wurden. "Es hätte doch auffallen müssen, dass durch die Errichtung der Bügel und das Einzeichnen der Parkplätze auf der Fahrbahn Stellplätze vor der Haustür verloren gehen", sagt Brinkmann und schüttelt den Kopf. jöb

Lesen Sie jetzt