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Angeklagter steht vor Schuldenberg

12.12.2007

Der Ex-Geschäftsführer einer Dorstener GmbH, die auch rund 1000 Wohnungen in Dortmund besaß, wurde vom Landgericht Essen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Außerdem verhängte das Gericht ein dreijähriges Berufsverbot. "Arbeiten als abhängiger Arbeitnehmer ist okay, aber nicht als Chef", meinte Richter Wolfgang Schmidt.

Das Gericht kam zu der Überzeugung, dass der 54-jährige Angeklagte aus Neuss tatsächlich nur als Strohmann fungierte. Er hatte sich von einem alten Bekannten überreden lassen, als Geschäftsführer aufzutreten, weil der Bekannte selbst "Bonitätsprobleme" hatte. Bei Grundstückskäufen wurde zunächst ein überhöhter Preis gezahlt. Durch Zusatzvereinbarungen floss ein Teil des Geldes zurück an die Dorstener Firma.

Dort wurde das Geld auf anderen Konten geparkt, bevor es als "verdeckte Gewinnausschüttung" in Privatvermögen floss. Der Angeklagte profitierte nicht davon, sondern steht nun vor einem unüberwindbaren Schuldenberg. mari

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