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Appell an die Jugend: Schützt eure Körper

Nachtvorlesung

DORTMUND Der berühmte Zeigefinger wurde nicht erhoben, Verbote nicht ausgesprochen. Und keiner wetterte weder gegen Discobesuche noch gegen Sexualität oder Drogen. Aber die Referenten der Nachtvorlesung am Dienstag appellierten an die Jugend, sorgsam mit ihrer Gesundheit umzugehen.

von Von Beate Dönnewald

, 28.04.2010
Appell an die Jugend: Schützt eure Körper

Vor den Vorträgen ließen Jugendliche einen Gesundheitscheck im Forum machen.

Und damit haben die Referenten der Nachtvorlesung der katholischen St. Johannes-Gesellschaft im Harenberg-Haus wohl genau den richtigen Ton gefunden. Denn die eher jugendlichen Gäste hörten bis zur letzten Minute aufmerksam zu. Genau sie waren es ja auch, auf die sich erstmals in der Geschichte der Nachtvorlesungen der Fokus richtete. Mit dem Thema: „Grenzerfahrungen bei Jugendlichen.“

Über Schädigungen des Innenohres durch Freizeitlärm referierten Dr. Horst Luckhaupt, Chefarzt der Klink für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, und Dr. Patrick Kurtz, wissenschaftlicher Direktor der Bundesanstalt für Arbeitsschutz. Ihre Warnung: Schon ein einziges Rockkonzert kann ein lebenslanges Trauma bedeuten. Ihr Appell: Extreme Lautstärken vermeiden. Ihr Tipp: Gehörschutz einsetzen. Danach wandte sich Privatdozent Dr. Georg Kunz, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, besonders an das weibliche Publikum: Schützt euch vor Infektionen und Schwangerschaften, denkt an eure Knochen, sorgt für Pillen-Pausen und Calciumkonsum und lasst euch gegen Humane Papillomviren impfen.

Zuletzt ergriff Dr. Harald Krauß, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, das Wort, der mit provokativen Fragen keine Lust auf Drogen machte: „Ist es cool, schläfrig in der Ecke abzuschnarchen?“ Oder: „Mit Drogen enthirnen sich die Menschen. Wer möchte leben wie ein Tier?“