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Aschewolke - Flugstart weiter völlig ungewiss

Airport Dortmund

DORTMUND Auch am Sonntag hob kein Flieger vom Dortmunder Flughafen ab, das Flugverbot gilt jetzt bis mindestens bis Montagabend um 20 Uhr. Wie es in der neuen Woche weitergehen soll, steht in den Sternen.

von Von Andreas Schröter und Ulrike Böhm-Heffels

, 19.04.2010

Fluggäste, die auf dem Flughafen warten, gab es am Sonntag so gut wie keine mehr.  "Die Menschen haben sich auf die Situation eingestellt", erklärte Marketing-Chef Guido Mileti. Mit deutlich mehr Unruhe rechne er wieder am Montag. Er könne sich allerdings auch vorstellen, so Miletic, dass die Sperrung des Luftraums auch noch in der kommenden Woche weitergehe. Die Wolke bewege sich nicht, da könne die Flugsicherung gar keine andere Entscheidung treffen. Zwar gibt es inzwischen auch Fluggesellschaften, die den Sinn der Sperrung anzweifeln - die Wolke sei gar nicht so gefährlich, aber, so Miletic: "Ich möchte nicht in dem ersten Flieger sitzen, der das ausprobiert."

Freitag, Samstag und Sonntag sind alle Flüge am Dortmund Airport gestrichen worden. Erstmals sind damit drei  ganze Flugtage ausgefallen. Miletic überschlägt 120 Starts und Landungen. An die 16 000 Passagiere konnten seit Freitag nicht abgefertigt  werden. Statt täglich rund 250 Beschäftigten aus allen Bereichen, also auch von Zoll und Feuerwehr, sind es in der Zwangspause nur ca.75. Der Rest der Mannschaft sei aber in Rufbereitschaft, so Miletic. Ticket-Counter, Info-Schalter und auch die über 20 Reisebüros bleiben besetzt. In den Büros stehen seit Freitag die Telefone nicht mehr still. Besonders arg sei es am Samstag gewesen, stöhnte eine entnervte Mitarbeiterin, die Probleme hatte, ihren Kunden verlässliche Auskünfte zu geben: "Es ist schwierig, bei den Fluggesellschaften durchzukommen." Überall brachen die Leitungen zusammen, fielen Server aus.

Wie es weitergeht am Flughafen? "Selbst, wenn am Montag die ersten Flieger wieder starten sollten, muss der Flugplan neu geschrieben werden. Die Fluggesellschaften kommen so schnell nicht nach", weíß Airport-Sprecher Miletic.

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