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Auf den Spuren des Bergbaus

Stuttgart, Bursa, Innsbruck, Wien - Marc Ziegler ist in seiner Fußballer-Karriere schon viel herumgekommen. Zuletzt stand er in Bielefeld unter Vertrag. Jetzt beim BVB.

28.08.2007

Seit Juli war Zeit Mangelware. Zumindest um seine neue Heimat zu erkunden. Der Umzug aus Ostwestfalen ins Ruhrgebiet und die Haussuche standen im Vordergrund. Und das fast tägliche Training. Mit je zwei Einheiten in der Vorbereitung. "Viel von Dortmund gesehen habe ich bisher noch nicht", sagt Marc Ziegler.

Aber das soll sich ändern. "Wir sind eine sehr mobile Familie, die nicht nur zu Hause rumsitzt. Wir sind oft auf Tour, um uns Sehenswürdigkeiten anzuschauen", erklärt der 31-Jährige. Mit dem Beginn der Saison 2007/08 hat Marc Ziegler, der im saarländischen Blieskastel geboren wurde, für Erkundungen mehr (Frei)Zeit.

Die erste Dortmunder Sehenswürdigkeit besuchte er jedoch nicht mit seiner Frau und seinen drei Kindern, sondern mit uns. Es ging zur Zeche Zollern II/IV nach Bövinghausen. Dort begab sich Marc Ziegler auf die Spuren des Bergbaus. Mit großem Interesse folgte der BVB-Torwart, der am vergangenen Samstag beim 3:0-Erfolg über Energie Cottbus anstelle des gesperrten Roman Weidenfeller auflief und damit sein Bundesliga-Debüt für den BVB gab, den Erläuterungen von Museums-Führer und Ex-Bergmann Harald Verhoolen. Ziegler staunt: "Ein Wahnsinn, wie hart und unter welchen Strapazen die Leute damals unter Tage für ihr Geld schuften mussten." Sein Fazit: "Eine klasse Führung. Ich habe tolle Eindrücke gewonnen."

Beeindruckt ist der 194 cm-Riese aber nicht nur von der Zeche Zollern. Auch die Stadt Dortmund schneidet bei ihm bislang ordentlich ab: "So tief im Westen war ich noch nie. Die Reisen zu Auswärtsspielen ausgenommen. Aber Dortmund hat durchaus seinen Reiz. Es ist viel grüner als ich erwartet habe. Bis jetzt kann ich nur sagen: Hut ab!"

Der Mann muss es wissen. Schließlich hat er schon in vielen Städten gewohnt. Lediglich in Bursa in der Türkei hat er schlechte Erfahrungen gemacht. Ende 2000 wurde er aufgrund der sportlichen Talfahrt seines Arbeitgebers Bursaspor mit dem Revolver bedroht. Eine Erfahrung der besonderen Art.

Die Stationen in Österreich waren hingegen erstklassig. Sportlich und privat. "In Innsbruck war das Alpen-Flair genial. Und Wien ist richtig toll." Seine Lieblingsstadt ist jedoch Stuttgart. Beim VfB hat er sechs Jahre Fußball gespielt. "Wenn ich mich irgendwann niederlasse, wäre Stuttgart erste Wahl", so der Torwart, der in der Bundesliga 81 Mal zum Einsatz gekommen ist. Allerdings: "Jede Stadt hat was Besonderes." Auch Dortmund. Ziegler: "Ich bin sicher: Meine Familie und ich werden uns hier wohl fühlen." Constantin Blaß

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