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Aufbruch und Ironie

Kunst aus China erobert sich immer stärker einen Platz in europäischen Museen und Galerien - und wird dort zum Teil deutlich preiswerter verkauft als in Asien. Jetzt zeigt die Galerie Heinz Wenk Malerei von sieben Künstlern aus dem Reich der Mitte.

06.12.2007

Aufbruch und Ironie

<p>Ren Rongs Motiv ist Mao. Reminghorst</p>

Exzellentes Handwerk sieht man in allen Arbeiten - technisch scheinen die bildenden Künstler aus China ebenso gut ausgebildet zu sein wie die Musiker. Viel Ironie klingt aus den Bildern und viel Liebe zur fotorealistischen Darstellung. Yang Tao hat Geräteturner und Fußballer mit Augenzwinkern wie einen Fotoprint auf die Leinwand gebracht und mit Asphaltlack bemalt. Auch Ma Yues große, gelbe Leinwandarbeit mit einem kleinen gebeugten Mann mit rotem Schatten wirkt wie collagiert mit einem Foto. Eine eindrucksvolle Arbeit aus dem Post-Kommunismus.

Tradition und Moderne verbindet Li Ming Zhu in der Darstellung von Schwertern, in die akkurat kleine Vögel gemalt sind, und einer klassischen chinesischen Vase. Mit fließenderen Strichen malt Wu de Wu ebenfalls fotorealistisch Naturimpressionen von Schmetterlingen und Gräsern. Kunstvoll lugen aus diesen Bildern Gesichter in Bewegung.

Mao Mao, die auch als Fotomodell gearbeitet hat, zeigt richtige Fotografien: Frauenakte in einer verschwommenen ästhetischen Schönheit. Vermittelt hat die Ausstellung Ren Rong, der jeweils ein halbes Jahr in Bonn und China lebt und arbeitet. Seine Mao-Bilder auf Holz sind besonders originell: Maos Kopf umkränzen ins Holz geschnitzte "Pflanzenmenschen". JG

Galerie Wenk, Am Surck 4: "Made in China", bis 25.1. Vom 22.12. bis 6.1. geschlossen.

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