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Ausgenutzte Zukunftsangst

08.10.2007

Stolperstein bei den ersten Schritten ins Berufsleben: Vor unseriösen Praktiken bei der Übernahme von Auszubildenden hat die IG BAU Bochum-Dortmund gewarnt.

"Einige schwarze Schafe unter den Arbeitgebern in der Branche nutzen die Zukunftsangst der jungen Menschen aus. Sie drehen ihnen Verträge mit einem Lohn an, der unter dem Tarif liegt", so Gewerkschafter Gerd Kampschulte. Der Trick der Chefs: Berufseinsteiger werden in eine niedrigere Lohngruppe eingestuft als der Tarifvertrag für das Baugewerbe vorsieht.

"Die Jung-Gesellen sind häufig froh, überhaupt übernommen zu werden - und unterschreiben daher die Verträge", erklärte Kampschulte. Er verurteilt den Versuch von Arbeitgebern, Berufseinsteiger über den Tisch zu ziehen. "Wir appellieren an die jungen Gesellen, einen genauen Blick auf ihre Übernahmeverträge zu werfen." Ausgelernte Azubis im Baugewerbe seien Facharbeiter. Damit stehe ihnen ein Stundenlohn von 13,76 Euro zu.

Allerdings gelte der höhere Lohn nur, wenn der Betrieb tarifgebunden sei - und der ehemalige Azubi Mitglied der IG BAU. Denn tarifliche Bezahlung sei nur bei Gewerkschaftsmitgliedern zwingend.

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